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Biomarker

Vitamin D (25-OH)

25-Hydroxyvitamin D (25-OH-D, Calcidiol) ist die wichtigste zirkulierende Form des Vitamins D und der klinische Standardparameter zur Beurteilung des Vitamin-D-Status; es entsteht in der Leber durch Hydroxylierung von Cholecalciferol (D3) oder Ergocalciferol (D2). Der Spiegel spiegelt sowohl die Nahrungszufuhr als auch die UVB-abhängige Hautsynthese wider; mit einer Halbwertszeit von etwa 2–3 Wochen ist er ein verlässlicherer Langzeitparameter als die aktive Hormonform 1,25-(OH)₂D. Ein Mangel (häufig definiert als <50 nmol/l bzw. <20 ng/ml) ist mit gestörter Knochenmineralisation, Sturzneigung, erhöhter Infektionsanfälligkeit und beobachtungsbasiert mit höherer Gesamt- und kardiovaskulärer Mortalität assoziiert, wobei randomisierte Studien zur Supplementierung hinsichtlich harter Endpunkte uneinheitliche Ergebnisse lieferten. Die Leitlinie der Endocrine Society 2024 (Demay et al., JCEM) gab schwellenbasierte Mangeldefinitionen für asymptomatische Erwachsene auf – sie fand keine ausreichende Studienevidenz, um spezifische 25(OH)D-Grenzwerte mit Endpunkten zu verknüpfen – und empfahl statt eines universellen Screenings eine empirische Supplementierung für ausgewählte Gruppen (<18 Jahre, >75 Jahre, Schwangerschaft, Hochrisiko-Prädiabetes). Viele longevity-orientierte Kliniker streben weiterhin 75–100 nmol/l an.

Quellen

  1. Holick MF. (2007). Vitamin D deficiency. *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMra070553
  2. Manson JE, Cook NR, Lee IM, Christen W, Bassuk SS, Mora S, et al.. (2019). Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease. *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa1809944
  3. Demay MB, Pittas AG, Bikle DD, et al.. (2024). Vitamin D for the Prevention of Disease: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. *Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism*doi:10.1210/clinem/dgae290