TERT-Gentherapie
ENTERT gene therapy
Die katalytische Untereinheit der Telomerase, TERT (Telomerase Reverse Transcriptase), ist in den meisten adulten somatischen Geweben reprimiert, was zu progressiver Telomerverkürzung bei jeder Zellteilung führt. AAV-übermittelte TERT-Transgene verlängerten in Arbeiten aus dem Labor von María Blasco die mediane Lebensspanne, verzögerten Gebrechlichkeit und verbesserten metabolische sowie neuromuskuläre Parameter bei mittel- und hochaltrigen Mäusen; eine Einzelgabe zeigte anhaltende Effekte ohne erhöhte Krebsinzidenz in den untersuchten Tiermodellen. Eine humane Longevity-Anwendung bleibt präklinisch; die Sorge, dass eine Telomeraseaktivierung in Zellen mit onkogenen Mutationen durch unbegrenzte replikative Kapazität Tumorwachstum begünstigen könnte, ist ein zentraler Sicherheitsvorbehalt, der in Humandaten nicht ausgeräumt wurde. Selbstverabreichte TERT-Gentherapie außerhalb regulierter Studien (im Kontext von BioViva/Andrews berichtet) entbehrt peer-reviewter Sicherheits- oder Wirksamkeitsbewertung und stellt ein extremes wissenschaftliches und gesundheitliches Risiko dar.
