Sport senkt einen wichtigen Entzündungsmarker bei gebrechlichen Senioren, andere nicht
Basierend auf: Effects of exercise interventions on inflammatory biomarker levels in older adults with frailty and/or sarcopenia: a systematic review and meta-analysis.
Forscher untersuchten Dutzende Studien an älteren Erwachsenen mit Gebrechlichkeit oder Muskelschwund, um zu prüfen, ob Sport chronische Entzündungen senkt. Sport senkte TNF-alpha deutlich, ein entzündungsförderndes Protein, das mit Muskelabbau zusammenhängt. Aber bei zwei anderen gängigen Entzündungsmarkern, IL-6 und CRP, gab es keine Veränderung. Sport hilft also bei Entzündungen in gebrechlichen Senioren, aber nur teilweise.
Kernaussage
Diese Übersichtsarbeit deutet darauf hin, dass Sport bei gebrechlichen Älteren manche Entzündungsmarker senken kann, aber nicht alle.
Originalstudie
Chu R, Xie Y, Li W, Du Y, Ni T, Tu X, Xu B, Zhao J
Verwandte Studien
Aktivsein ab der Lebensmitte senkt das Sarkopenie-Risiko um bis zu 78%
Bei Norwegern, die über 30 Jahre beobachtet wurden, hatten diejenigen, die vom mittleren Alter bis in die 70er aktiv blieben, ein 78% geringeres Risiko für bestätigten Muskelverlust. Selbst Personen, die später im Leben mit Sport begannen, profitierten deutlich. Wer inaktiv wurde, verlor den Großteil des Schutzes.
Niedriges Vitamin D mit Muskelschwund verbunden, besonders bei Diabetes
In einer Studie mit über 7.500 älteren Erwachsenen war niedriges Vitamin D mit höherem Risiko für Sarkopenie (altersbedingter Muskelschwund) verbunden. Der Zusammenhang war bei Diabetikern stärker. Bei alten diabetischen Ratten verbesserte Vitamin D3 die Muskelkraft und reduzierte Fetteinlagerungen in den Muskelfasern.
Zwei Stunden Krafttraining pro Woche treffen den Sweet Spot für Langlebigkeit
Bei fast 150.000 Erwachsenen, die bis zu 30 Jahre lang beobachtet wurden, war 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche mit einem 13% geringeren Sterberisiko verbunden. Mehr als zwei Stunden brachten keinen zusätzlichen Nutzen. Die Kombination aus Krafttraining und Ausdauertraining zeigte den größten Effekt auf die Sterblichkeit.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
