Große und männliche Hunde altern molekular schneller
Einstufung Vorläufig — analyse von 1.640 Erbgutproben aus 894 Hunden; die Befunde stammen von Tieren und beschreiben Muster, ohne Ursache und Wirkung zu prüfen.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Tierstudie
- Teilnehmende
- 894
- Dauer
- —
- Finanzierung
- U.S. Department of Health and Human Services, American Federation for Aging…
Große und männliche Hunde leben kürzer, und ihre epigenetische Uhr läuft schneller als bei kleinen Hunden und Hündinnen.
Eine Dogge lebt deutlich kürzer als ein Chihuahua, und Rüden sterben im Schnitt früher als Hündinnen. Bei großen und bei männlichen Hunden tickt auch eine innere Uhr schneller. Das zeigt sich an chemischen Markierungen auf dem Erbgut, die ihr Muster mit dem Alter verändern.
Forschende analysierten 1.640 Proben von 894 Hunden. Aus dem Markierungsmuster bauten sie eine sogenannte epigenetische Uhr, die das biologische Alter schätzt. Diese Uhr sagte voraus, welche Hunde früher starben. Am schnellsten lief sie in jungen Jahren. Bei Genen, die es auch beim Menschen gibt, veränderten sich die Markierungen mit dem Alter ähnlich, besonders bei Genen des Immunsystems. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern saß vor allem auf dem X-Chromosom. Der Größeneffekt war besonders deutlich bei springenden Genen, also DNA-Stücken, die sich im Erbgut kopieren können.
Die Autoren sehen die springenden Gene als mögliches Bindeglied zwischen Körpergröße und Lebensdauer. Bewiesen ist das nicht: Die Daten beschreiben Muster bei Hunden, ein Experiment dazu gab es nicht.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
