Nierenkrank: Wer sich viel bewegte, starb seltener
Einstufung Moderat — daten von 5.578 Nierenkranken wurden über Jahre mit Todesfällen verknüpft; Bewegung wurde nur einmal und per Selbstauskunft erfasst, und Beobachtung belegt keine Ursache.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 5.578
- Dauer
- —
- Finanzierung
- No funding, according to the authors.
Nierenkranke, die mindestens 150 Minuten pro Woche aktiv waren, hatten ein um 52 Prozent niedrigeres Sterberisiko.
Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung haben ein erhöhtes Sterberisiko. In einer großen US-Erhebung starben Nierenkranke seltener, wenn sie mindestens 150 Minuten pro Woche mäßig bis intensiv aktiv waren. Ihr Sterberisiko lag um 52 Prozent niedriger als bei Menschen, die keine Bewegungsempfehlung erfüllten. Wer wenig saß, hatte ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko.
Die Forschenden werteten Daten von 5.578 Erwachsenen aus den Jahren 1999 bis 2018 aus. Alle hatten eine chronische Nierenerkrankung, erkennbar an Blut- oder Urinwerten. Die Teilnehmenden gaben selbst an, wie viel sie sich bewegten, saßen und schliefen. Als Maßstab dienten kanadische Empfehlungen, die diese drei Dinge für den ganzen Tag zusammen betrachten. Bis Ende 2019 starben 1.402 Teilnehmende. Wer alle drei Empfehlungen erfüllte, hatte ein um 55 Prozent niedrigeres Risiko. Genug Schlaf allein zeigte dagegen keinen klaren Zusammenhang.
Deutlich war der Zusammenhang vor allem bei Menschen ab 65 Jahren. Bei Jüngeren fand sich kein klarer Unterschied, doch dort gab es nur wenige Todesfälle. Ob mehr Bewegung selbst das Leben Nierenkranker verlängert, lässt sich daraus nicht ablesen. Das Verhalten wurde nur einmal zu Beginn und per Selbstauskunft erfasst.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
