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Journal ArticleAnnals of epidemiology·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wenig Sport statt keinem: Das Sterberisiko war deutlich niedriger

Einstufung Vorläufig — über 594.000 Erwachsene wurden im Mittel 9,5 Jahre begleitet; als reine Beobachtung mit selbst berichteter Bewegung kann die Studie Ursache und Wirkung nicht trennen.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
594.285
Dauer
9,5 Jahre
Finanzierung
Defense Health Agency Consortium
Kernaussage

Schon wenige Minuten Bewegung pro Woche gingen mit einem niedrigeren Sterberisiko einher als gar keine.


Der größte Unterschied liegt zwischen gar keiner und ein wenig Bewegung. Das legt eine große Auswertung aus den USA nahe. Schon fünf Minuten mäßig bis intensiv anstrengender Bewegung pro Woche gingen mit einem um 13 Prozent niedrigeren Sterberisiko einher als gar keine.

Grundlage waren Angaben von 594.285 Erwachsenen aus einer landesweiten Gesundheitsbefragung der Jahre 1997 bis 2018. Die Forschenden verknüpften sie mit Daten zu Todesfällen und begleiteten die Menschen im Mittel 9,5 Jahre. Intensive Minuten zählten dabei doppelt. Gut jeder Dritte gab an, sich gar nicht in diesem Maß zu bewegen. Bei 150 Minuten pro Woche lag das Risiko um 19 Prozent niedriger als bei null, bei 600 Minuten um 26 Prozent. Alter, soziale Lage, Lebensstil und Gesundheitszustand wurden herausgerechnet.

Über zehn Jahre starben geschätzt 19,9 Prozent der völlig Inaktiven, also etwa jeder Fünfte. Bei mehr als 600 Minuten pro Woche waren es 7,2 Prozent. Die Studie beobachtet allerdings nur, und die Bewegung beruht auf eigenen Angaben. Ob die Bewegung selbst das Leben verlängert, kann sie deshalb nicht beweisen.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.