Auf einem Bein stehen: Fitte Ältere starben seltener
Einstufung Vorläufig — vorhandene Testdaten von über 13.000 älteren Menschen wurden nachträglich mit Krankenkassendaten verknüpft; das zeigt nicht, dass Fitness selbst das Sterberisiko senkt.
- Design
- Retrospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 13.423
- Dauer
- 7 Jahre
- Finanzierung
- —
Ältere Menschen mit gutem Gleichgewicht, kräftigen Beinen und guter Ausdauer starben in den folgenden Jahren seltener.
Wie fit jemand mit über 65 Jahren ist, zeigen ein paar einfache Tests in wenigen Minuten. In Taiwan hingen genau diese Tests deutlich damit zusammen, wer die folgenden sieben Jahre überlebte. Am stärksten zählten Gleichgewicht, Beinkraft und Ausdauer.
Forschende werteten Daten von 13.423 Menschen ab 65 Jahren aus, die zu Hause lebten. Sie hatten 2015 und 2016 sieben Übungen gemacht. Sie traten zwei Minuten auf der Stelle und standen 30 Sekunden lang so oft wie möglich vom Stuhl auf. Sie balancierten auf einem Bein, standen auf, gingen ein kurzes Stück und setzten sich wieder. Bis Ende 2022 starben 1.631 von ihnen, rund jeder Achte. Das beste Fünftel im Aufsteh-und-Geh-Test hatte ein um 59 Prozent niedrigeres Sterberisiko als das schwächste. Alter, Vorerkrankungen und die eigene Angabe zur Bewegung waren dabei herausgerechnet.
Dass Fitness selbst das Leben verlängert, belegt die Studie nicht. Möglich ist auch, dass kranke Menschen schon schwächer waren. Das Rauchen wurde nicht erfasst, und gemessen wurde nur ein einziges Mal. Zudem nahmen eher gesündere Menschen teil, die die Tests überhaupt schaffen konnten.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
