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Journal ArticleReviewBiological trace element research·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wenig Selen im Blut, häufiger Muskelschwund im Alter

Einstufung Vorläufig — übersichtsarbeit, die Beobachtungsstudien, eine klinische Studie und Tierversuche zusammenfasst; ein Schutz durch Selen-Gaben zeigte sich nur bei Tieren.

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Menschen mit wenig Selen im Blut oder in der Nahrung hatten häufiger schwache Muskeln und Muskelschwund.


Altersbedingter Muskelschwund kostet Muskelmasse, Kraft und Leistungsfähigkeit. Eine Übersichtsarbeit trägt zusammen, was das Spurenelement Selen damit zu tun hat. Ihr Befund: Wer wenig Selen im Blut hat oder mit der Nahrung aufnimmt, hat häufiger schwache Muskeln. Je niedriger die Werte, desto schlechter fielen Griffkraft und Muskelmasse aus.

Die Autoren stützen sich auf Beobachtungsstudien, eine klinische Studie und Tierversuche. In der klinischen Studie hatten Menschen mit Muskelschwund weniger Selen im Blut. Auch ein Schutzenzym gegen Zellschäden durch aggressive Sauerstoffverbindungen war bei ihnen weniger aktiv. In Tierversuchen verhinderten Selen-Gaben, dass der Selengehalt der Muskeln sank, und bremsten Muskelabbau und Schwäche. Als Erklärung nennen die Autoren Eiweiße, die Selen enthalten. Sie sollen die Kraftwerke der Zellen schützen, Entzündungen dämpfen und die Reparatur der Muskeln unterstützen.

Die Autoren werten Selenmangel als bedeutenden Risikofaktor für Muskelschwund. Beim Menschen beruht das aber vor allem auf Beobachtungen. Sie zeigen, dass wenig Selen und schwache Muskeln oft zusammen auftreten, nicht, dass das eine das andere verursacht. Der Schutz durch Selen-Gaben zeigte sich in den beschriebenen Daten bei Tieren.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.