NAD+ und Kognition
2 Paper in der Bibliothek, stärkste Bewertung Vorläufig.
Bewertet als Vorläufig · Kleine Pilotstudie, in der das Los über NR oder Scheinpräparat entschied, mit 52 älteren Menschen über zwölf Wochen; für kleine Effekte zu wenige Teilnehmende.
Paper 2
- NR-Kapseln verdoppeln NAD+, doch das Denken bessert sich nichtVorläufign = 522026Alzheimer's & dementia : the journal of the Alzheimer's AssociationEin sinkender Spiegel des Moleküls NAD+ könnte das Risiko für Alzheimer erhöhen. Nicotinamid-Ribosid, kurz NR, ist eine Vorstufe, aus der der Körper NAD+ bildet. In einer kleinen Studie verdoppelte NR den NAD+-Wert im Blut älterer Menschen mit Gedächtnisproblemen. Ihr Denken und Erinnern wurde in zwölf Wochen aber nicht messbar besser. Die Teilnehmenden waren 65 Jahre und älter. Sie hatten eine leichte kognitive Störung, bei der vor allem das Gedächtnis nachlässt. Das Los teilte 52 von ihnen in zwei Gruppen: Die eine nahm täglich 1.000 Milligramm NR, die andere ein Scheinpräparat. 42 blieben bis zum Ende dabei. Auch die Durchblutung des ganzen Gehirns und der Blutdruck änderten sich nicht klar. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf. In einer Zusatzauswertung stieg die Durchblutung im linken Hippocampus, einer bestimmten Hirnregion, womöglich an. Das ist aber unsicher, denn bei so vielen geprüften Regionen kann ein solcher Treffer Zufall sein. Die Studie war klein und dauerte nur zwölf Wochen. Kleinere Effekte könnten deshalb unentdeckt geblieben sein.
- NAD in der Nase: Mäuse finden Futter wieder am GeruchVorläufign = 402026Experimental & molecular medicineWer den Geruchssinn verliert, hat bislang keine etablierte Behandlung. In einem Versuch mit Mäusen half NAD, ein Stoff, den Zellen zur Energiegewinnung brauchen. Die Tiere bekamen ihn in die Nase. Nach vier Wochen fanden sie vergrabenes Futter wieder deutlich besser. Auch ihre geschädigte Riechschleimhaut war weitgehend nachgewachsen. Den Riechverlust lösten die Forschenden mit Zinksulfat in der Nase aus. Je zehn Tiere bekamen danach an Werktagen NAD, ein Kochsalz-Präparat oder einmal pro Woche Dexamethason, ein kortisonartiges Mittel. Die Riechschleimhaut war in der NAD-Gruppe im Schnitt 52,9 Mikrometer dick. Unbehandelt waren es 15,2, mit Dexamethason 31,0 und bei gesunden Tieren 61,6 Mikrometer. In Kulturschalen entwickelten sich menschliche Stammzellen aus der Nasenschleimhaut mit NAD häufiger zu Riechnervenzellen. Der Geruchsverlust war chemisch erzeugt und entspricht nicht unbedingt dem nach einer Erkältung oder im Alter. Die Autoren räumen ein, dass Zellen in der Schale den Körper nicht vollständig abbilden. Ob NAD als Nasenspray Menschen den Geruchssinn zurückgibt, wurde nicht getestet.
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