Vitamin D und Kognition
2 Paper in der Bibliothek, stärkste Bewertung Moderat.
Bewertet als Moderat · Das Los verteilte 360 ältere Menschen ein Jahr lang auf vier Gruppen samt Scheinpräparat; alle stammten aber aus einem einzigen Bezirk in China.
Paper 2
- Vitamin D plus Omega-3: Bessere Denktests nach einem JahrModeratn = 3602026NutrientsÄltere Menschen mit einer leichten kognitiven Störung, also nachlassender Denkleistung, schnitten in Intelligenztests besser ab, wenn sie ein Jahr lang Vitamin D und die Omega-3-Fettsäure DHA nahmen. Am deutlichsten war der Zuwachs, wenn beide zusammen gegeben wurden. Aber auch jedes Mittel allein schnitt besser ab als ein Scheinpräparat. In Tianjin in China nahmen 360 Menschen ab 65 Jahren teil, die zu Hause lebten. Das Los teilte sie in vier Gruppen: täglich 800 Einheiten Vitamin D3, 1 Gramm DHA, beides oder Kapseln mit Maisöl. 355 hielten bis zum Ende durch. Nach zwölf Monaten lag der Gesamtwert im Intelligenztest in der Kombigruppe knapp 13 Punkte höher als in der Scheingruppe. Bestimmte Entzündungswerte im Blut sanken in allen drei Gruppen mit Wirkstoff. Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Die Forschenden vermuten, dass das Eiweiß Gasdermin D beteiligt ist, das bei einer Form des entzündlichen Zelltods mitwirkt. Rechnerisch erklärte sein Rückgang aber nur knapp 8 Prozent des Effekts. Alle Teilnehmenden stammten aus einem Bezirk, und Ernährung und Bewegung wurden nicht vollständig berücksichtigt. Ob die Ergebnisse anderswo gelten, muss sich erst zeigen.
- Nach dem Schlaganfall: Wenig Vitamin D, mehr StürzeModeratn = 8022026Clinical interventions in agingEin Schlaganfall wirft ältere Menschen oft weit zurück. Wer zusätzlich Vorhofflimmern hat, eine Herzrhythmusstörung, ist besonders anfällig für bleibende Einschränkungen, Niedergeschlagenheit und Stürze. In einer Studie aus China erholten sich Betroffene mit wenig Vitamin D im Blut schlechter. Im Jahr danach stürzten sie auch häufiger. Forschende einer Klinik begleiteten 802 Menschen ab 65 Jahren nach einem Schlaganfall durch ein verstopftes Blutgefäß. Innerhalb von 48 Stunden nach der Aufnahme maßen sie den Vitamin-D-Spiegel. Gut 60 Prozent hatten einen niedrigen Wert. Diese Gruppe hatte in den zwölf Monaten danach ein um 29 Prozent höheres Risiko für einen ersten Sturz. Nach drei Monaten kamen sie im Alltag weniger gut allein zurecht und hatten häufiger deutliche depressive Beschwerden. Stürze waren insgesamt häufig: 327 von 742 Nachverfolgten stürzten mindestens einmal, also mehr als zwei von fünf. Vitamin D bekam in der Studie niemand. Ob mehr Vitamin D die Erholung verbessert oder Stürze verhindert, lässt sich daraus nicht ablesen. Das betonen auch die Autoren. Zudem fehlten einheitliche Angaben zu früheren Stürzen, Gangsicherheit oder geistiger Fitness, die den Zusammenhang mit erklären könnten. Die Forschenden sehen den Blutwert vor allem als einfachen Hinweis darauf, wer gefährdet ist.
Wie diese Karte berechnet wird
Die Größe einer Markierung ist die Anzahl der Paper, die wir zu dieser Paarung halten. Das ist eine Zählung, keine Gewichtung nach Studiendesign oder Stichprobengröße.
Die Füllung zeigt die stärkste Bewertung in der Zelle. Ein starkes Paper unter vier vorläufigen füllt sie trotzdem dunkel, also öffne die Zelle für den Rest.
Bewertungen und Urteile vergibt ein Mensch mit Namen, niemals eine Zählung.
Eine leere Zelle heißt: Unsere Bibliothek hat zu dieser Paarung noch kein Paper. Das ist eine Lücke bei uns, kein Beweis, dass es niemand untersucht hat.
