Flammschutzmittel macht Zebrafisch-Lebern anfälliger für Alkohol
Einstufung Vorläufig — versuche an männlichen Zebrafischen mit einer einmaligen großen Alkoholmenge; ob sich die Befunde auf Menschen übertragen lassen, ist ungeprüft.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Tierstudie
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- Finanzierung
- National Natural Science Foundation of China
Bei Zebrafischen erholte sich die Leber nach Alkohol langsamer, wenn die Tiere zuvor dem Flammschutzmittel DBDPE ausgesetzt waren.
Ein verbreitetes Flammschutzmittel macht die Leber von Zebrafischen empfindlicher für Alkohol. Der Stoff heißt Decabromdiphenylethan, kurz DBDPE. Laut den Forschenden ist er in der Umwelt weit verbreitet und kann sich in der Leber anreichern. Fische, die ihm ausgesetzt waren, erholten sich nach einer großen Menge Alkohol langsamer. Ihre Leberwerte im Blut brauchten länger, um sich zu normalisieren.
Die Forschenden setzten männliche Zebrafische zuerst dem Flammschutzmittel aus und gaben ihnen dann einmalig viel Alkohol. Schon das Mittel allein schädigte das Lebergewebe, und es lagerte sich Fett ein. Analysen einzelner Zellen ergaben: In den Zellen der Gallengänge lockerten sich die Verbindungen zwischen den Zellen. In den Leberzellen waren Abläufe für den Alkoholabbau gedrosselt. Dazu passte ein späterer Gallenstau.
Vieles spricht dafür, dass ein Mangel an NAD+ dahintersteckt, einem Molekül für den Energiestoffwechsel der Zellen. Bekamen die Fische Nicotinamid-Ribosid, eine Vorstufe von NAD+, fielen die Schäden geringer aus. Ob das Flammschutzmittel beim Menschen ähnlich wirkt, wurde nicht untersucht: Die Versuche liefen nur an männlichen Fischen.
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