Weniger Kilos, seltener Fettleber: Gene verschieben die Marke
Einstufung Moderat — eine Beobachtung von 17.895 Erwachsenen über im Mittel vier Jahre; das Gewicht wurde nicht gezielt verändert, deshalb bleibt offen, ob Abnehmen die Ursache war.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 17.895
- Dauer
- 4 Jahre
- Finanzierung
- Key Technologies Research and Development Program; German Research Foundation
Ab wie viel Gewichtsverlust sich eine Fettleber häufiger zurückbildete, hing von Genen, Stoffwechsel und Geschlecht ab.
Abnehmen gilt als wichtiger Baustein gegen eine stoffwechselbedingte Fettleber. Daten aus Großbritannien zeigen: Wer abnahm, bekam seltener eine. Ab wie viel Gewichtsverlust sich eine Fettleber häufiger zurückbildete, hing aber von Genen, Stoffwechsel und Geschlecht ab.
Forschende begleiteten 17.895 Erwachsene aus der UK Biobank im Mittel vier Jahre lang. Von 11.882 Menschen ohne Fettleber bekamen 1.350 eine, also gut jeder Neunte. Jedes Prozent weniger Körpergewicht ging mit einem um 10 Prozent niedrigeren Risiko einher. Wer schon eine Fettleber hatte, bei dem bildete sie sich häufiger zurück, je mehr er abnahm.
Das Team teilte die Menschen nach ihrem genetischen Risiko ein, berechnet aus vielen kleinen Genvarianten, und nach einem Maß für Fetteinlagerung. Bei hohem Stoffwechselrisiko lag die geschätzte Schwelle für die Rückbildung bei knapp 6 Prozent, für Männer wie Frauen. Bei Frauen mit genetischem Leberrisiko lag sie bei gut 13 Prozent. Die Daten beruhen auf Beobachtung und belegen nicht, dass das Abnehmen die Leber heilte. Die Autoren folgern, Gewichtsziele sollten sich nach dem persönlichen Risikoprofil richten.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
