Essmuster der Alterungsuhr: ein Fünftel geringeres Sterberisiko
Einstufung Moderat — beobachtungsdaten aus mehreren großen Gruppen in den USA und Großbritannien zeigen ein einheitliches Bild, belegen aber keine Ursache und Wirkung.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 4.022
- Dauer
- —
- Finanzierung
- Natural Science Foundation of Zhejiang Province
Wer nach einem an der Alterungsuhr ausgerichteten Essmuster aß, hatte in zwei US-Studien ein um 20 Prozent niedrigeres Sterberisiko.
Es gibt viele Punkteskalen für gesunde Ernährung. Kaum eine wurde aber gezielt für das biologische Altern entwickelt. Ein Forschungsteam hat das nun versucht. Wer nach dem neuen Essmuster aß, hatte in zwei Studien aus den USA ein um 20 Prozent niedrigeres Sterberisiko.
Als Maßstab diente eine epigenetische Uhr. Sie schätzt aus chemischen Markierungen am Erbgut, wie alt der Körper wirkt. Aus den Daten von 1.711 Menschen suchten die Forschenden die Lebensmittel heraus, die zu einem langsameren Altern dieser Uhr passten. Wer hohe Punktwerte erreichte, alterte laut Uhr um 4,17 Jahre langsamer. In einer zweiten, unabhängigen Gruppe von 2.311 Menschen waren es 3,77 Jahre. In Gruppen aus den USA und Großbritannien hatten Menschen mit hohen Werten zudem seltener altersbedingte Krankheiten, Einschränkungen im Alltag und mehrere Krankheiten zugleich. Blutwerte und Hirnscans passten dazu.
Die Ergebnisse stammen aus Beobachtungen. Ob das Essmuster selbst das Altern bremst, lässt sich daraus nicht ablesen. Menschen mit hohen Werten könnten sich auch in anderen Gewohnheiten unterscheiden.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
