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Journal ArticlePLoS medicine·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer viel stark Verarbeitetes aß, bekam nicht öfter Darmkrebs

Einstufung Moderat — fast 462.000 Erwachsene wurden von 1995 bis 2018 begleitet; die Ernährung wurde nur einmal per Fragebogen erfasst, und eine Beobachtung belegt keine Ursache.

Design
Prospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
461.682
Dauer
—
Finanzierung
Division of Cancer Epidemiology and Genetics, National Cancer Institute
Kernaussage

Wie viel stark verarbeitetes Essen jemand aß, hing nicht klar mit Darmkrebs zusammen, wohl aber, was darin steckte.


Stark verarbeitete Lebensmittel liefern Erwachsenen in den USA mehr als die Hälfte ihrer Kalorien. Ob sie das Risiko für Darmkrebs erhöhen, ist unklar, denn frühere Studien kamen zu gemischten Ergebnissen. Eine große Auswertung aus den USA fand nun insgesamt keinen klaren Zusammenhang. Es kam aber darauf an, was in den Produkten steckte.

Forschende befragten 1995 und 1996 genau 461.682 Erwachsene zwischen 50 und 71 Jahren zu ihrer Ernährung. Bis 2018 erkrankten 10.075 von ihnen an Darmkrebs. Das Fünftel mit dem meisten stark verarbeiteten Essen erkrankte nicht klar häufiger als das Fünftel mit dem wenigsten. Wer aus solchen Produkten mehr Vollkorn, Ballaststoffe, Milchprodukte und Kalzium bekam, erkrankte seltener. Wer daraus mehr Fleisch aß, erkrankte häufiger.

Die Ernährung wurde nur einmal zu Beginn abgefragt, und zwar per Fragebogen. Solche Angaben können Fehler enthalten. Außerdem wurde nur beobachtet, deshalb lässt sich keine Ursache belegen. Die Autoren sehen ihre Ergebnisse im Einklang mit den bisherigen Empfehlungen: viel Vollkorn, Ballaststoffe, Milchprodukte und Kalzium, dafür kein verarbeitetes Fleisch.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.