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Journal ArticleRandomized Controlled TrialMulticenter StudyNeuroImage·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer hormonell verhütete, hatte im Alter mehr graue Substanz

Einstufung Vorläufig — einmalige MRT-Messung bei 459 Frauen mit erinnerten Angaben zur Hormoneinnahme; das zeigt Zusammenhänge, aber keine Ursache.

Design
Querschnittsstudie
Teilnehmende
459
Dauer
—
Finanzierung
US National Institutes of Health (National Institute on Aging, NCATS, NIGMS)
Kernaussage

Frauen, die früher hormonell verhütet hatten, hatten mit 65 bis 80 Jahren in einigen Hirnregionen mehr graue Substanz.


Frauen zwischen 65 und 80, die früher hormonell verhütet hatten, hatten in einigen Hirnregionen mehr graue Substanz, also mehr Gewebe aus Nervenzellen. Das zeigt eine Auswertung aus den USA. Ob weibliche Hormone das Gehirn schützen, ist umstritten, denn bisherige Bildgebungsstudien kamen zu gemischten Ergebnissen.

Untersucht wurden 459 Frauen ohne Gedächtnisprobleme, die sich wenig bewegten. Sie gaben an, ob sie je hormonell verhütet oder Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden genommen hatten. Dann folgte eine MRT-Aufnahme des Kopfes. Je länger eine Frau verhütet hatte, desto größer war eine Region, die beim Erkennen von Gesichtern und Formen hilft. Frauen, die beides genommen hatten, hatten eine dickere Hirnrinde als Frauen, die keines davon nahmen. Auch wer später in die Wechseljahre kam, hatte im hinteren Gehirn eine dickere Rinde. Das Alter beim Beginn der Einnahme spielte keine erkennbare Rolle.

Gemessen wurde nur einmal, und die Frauen mussten sich an Jahrzehnte zurückerinnern. Welche Präparate sie nahmen, wurde nicht erfasst. Die Autoren halten es für möglich, dass umgekehrt die Gesundheit des Gehirns beeinflusst, wer Hormone nimmt.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Einige Autoren beraten Firmen oder erhielten Forschungsgelder von Pharmaunternehmen wie Eli Lilly und Novo Nordisk; sie sehen keinen Konflikt mit dieser Arbeit.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.