Mäuseherz: Laufband und Senolytika helfen, zusammen kein Extra
Einstufung Vorläufig — kontrolliertes Experiment mit 54 Mäusen über neun Monate; die Befunde stammen von Tieren und sind am Menschen nicht geprüft.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Tierstudie
- Teilnehmende
- 54
- Dauer
- 9 Monate
- Finanzierung
- Natural Sciences and Engineering Research Council of Canada (NSERC), Canadian…
Laufband und Senolytika verbesserten bei alternden Mäusen die Entspannung des Herzens, die Kombination brachte keinen Zusatznutzen.
Mit dem Alter entspannt sich das Herz langsamer und arbeitet weniger effizient. Bei alternden Mäusen half dagegen regelmäßiges Laufen. Auch Senolytika halfen, also Wirkstoffe, die gealterte Zellen beseitigen sollen. Beides zusammen brachte aber keinen zusätzlichen Nutzen.
Forschende teilten 54 Mäuse im Alter von zwölf Monaten per Los in vier Gruppen. Neun Monate lang liefen sie zweimal pro Woche 30 Minuten auf dem Laufband, bekamen die Senolytika Dasatinib und Quercetin, beides oder nur eine Scheinlösung. Am Ende brauchte das Herz in allen behandelten Gruppen weniger Zeit, um sich nach dem Schlag zu entspannen. Im Herzgewebe gab es weniger Zellen mit Merkmalen der Zellalterung. Die Pumpkraft unterschied sich nicht klar zwischen den Gruppen.
Im ganzen Herz blieben bestimmte Alterungs-Eiweiße und Entzündungsbotenstoffe allerdings unverändert. Zudem gibt es laut den Autoren kein eindeutiges Merkmal für gealterte Zellen. Ob gealterte Zellen wirklich verschwanden, ist deshalb nicht sicher. Und es handelt sich um Mäuse, nicht um Menschen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
