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Journal ArticleSystematic ReviewMeta-AnalysisJournal of the International Society of Sports Nutrition·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Kreatin nach den Wechseljahren: mehr Kraft, Knochen gleich

Einstufung Moderat — auswertung von sieben Studien mit Losverfahren und 608 Frauen; die Zahl der Studien ist klein, und bei den meisten gab es gewisse Bedenken zur Methodik.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
608
Dauer
—
Finanzierung
No external funding; Alzchem paid the remaining publication fee after a waiver
Kernaussage

Mit Kreatin und Krafttraining gewannen Frauen nach den Wechseljahren etwas Kraft und fettfreie Masse, die Knochendichte blieb gleich.


Nach den Wechseljahren bauen Frauen schneller Muskeln und Kraft ab, und ihre Knochendichte sinkt. Kreatin, ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, brachte hier einen kleinen Vorteil. Frauen, die es nahmen, hatten etwas mehr fettfreie Masse, also vor allem Muskeln. An der Beinpresse schafften sie mehr Gewicht. Für die Knochen zeigte sich dagegen kein Effekt.

Die Forschenden werteten sieben Studien mit zusammen 608 Frauen aus. In jeder Studie entschied das Los, wer Kreatin bekam und wer ein Scheinpräparat. Mit Kreatin lag die fettfreie Masse im Schnitt 0,37 Kilogramm höher. In drei Studien mit Krafttraining stemmten die Frauen an der Beinpresse 7,5 Kilogramm mehr. Der Vorteil zeigte sich vor allem, wenn Kreatin in höherer Menge mit Krafttraining kombiniert wurde. Studien mit kleinen Mengen und ohne Training fanden keinen messbaren Effekt.

Nebenwirkungen waren mild und ähnlich häufig wie mit dem Scheinpräparat. Die Nierenwerte blieben unverändert. Die Auswertung stützt sich allerdings auf wenige Studien, deshalb sind die Zahlen ungenau. Ob die Menge oder die Dauer den Ausschlag gibt, lässt sich nicht trennen: Die längsten Studien nutzten zugleich die niedrigsten Mengen.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Autor leitet einen von der Kreatin-Firma Alzchem unterstützten Beirat, die beteiligte Fachgesellschaft erhält teils Geld von Kreatin-Herstellern, und Alzchem zahlte einen Teil der Publikationsgebühr.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.