Zum Inhalt springen
Journal ArticleGeroScience·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Weniger essen: Blutwerte bessern sich nicht nur durchs Abnehmen

Einstufung Moderat — daten aus sieben Studien mit 829 Menschen, in denen das Los entschied; gemessen wurde aber nur ein Index aus Blutwerten, nicht Krankheiten oder Lebensdauer.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
829
Dauer
—
Finanzierung
Foundation for the National Institutes of Health
Kernaussage

Weniger Kalorien verbesserten einen Index aus Blutwerten, und nur etwa die Hälfte davon ging auf das Abnehmen zurück.


Weniger zu essen verlängert bei vielen Versuchstieren das Leben. Ob es beim Menschen auch das biologische Altern bremst, ist bisher unklar. Eine Auswertung von sieben Studien liefert einen Hinweis. Wer per Los weniger Kalorien essen sollte, hatte danach bessere Werte in einem Index aus sechs Blutwerten. Dabei erklärte das Abnehmen nur etwa die Hälfte dieses Effekts.

Die Forschenden legten die Daten von zusammen 829 Erwachsenen zusammen. In allen sieben Studien entschied das Los, wer seine Kalorien reduzierte. Der Index bündelt Entzündungswerte wie CRP, Insulin, einen Nierenwert und weitere Blutwerte. Er soll das biologische Altern abbilden. Rechneten die Forschenden den Gewichtsverlust heraus, wurde der Effekt kleiner. Er blieb aber bestehen. Eine weitere Analyse ergab, dass 48,5 Prozent des Effekts auf das Abnehmen zurückgingen, allerdings mit großer Unsicherheit.

Weniger zu essen veränderte die Blutwerte also nicht allein über die verlorenen Kilos. Gemessen wurden aber nur Blutwerte, keine Krankheiten und keine zusätzlichen Lebensjahre. Die Autoren sehen in solchen Indizes ein mögliches Maß, um zu prüfen, wie gut eine Behandlung wirkt.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.