Chip-Modell: Altes Serum weckt in vier Tagen Alterszeichen
Einstufung Vorläufig — laborversuch mit Gewebe aus Stammzellen auf einem Chip über vier Tage; ohne lebende Menschen oder Tiere bleibt offen, was davon im Körper gilt.
Zell-, Gewebe- oder Computerstudie. Noch kein Beleg für Menschen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Laborstudie
- Teilnehmende
- N/A
- Dauer
- 1 Woche
- Finanzierung
- US National Institute on Aging, NIDDK, US Department of Defense (CDMRP)
Serum älterer Menschen erzeugte in Fett- und Lebergewebe auf einem Laborchip binnen vier Tagen typische Alterszeichen.
Menschliches Gewebe altert über Jahrzehnte, und Ergebnisse aus Mäusen lassen sich nicht ohne Weiteres auf Menschen übertragen. Ein Team hat deshalb Fett- und Lebergewebe aus menschlichen Stammzellen auf einem Laborchip gezüchtet. Bekam dieses Gewebe vier Tage lang Blutserum älterer Menschen, zeigte es typische Alterszeichen. Dazu gehörten Schäden am Erbgut, Entzündungssignale und Hinweise auf eine schlechtere Wirkung von Insulin.
Das Serum stammte von Spendern über 62 Jahren, zum Vergleich von Spendern zwischen 21 und 34 Jahren. Im Fettgewebe stiegen Marker für gealterte Zellen, die sich nicht mehr teilen. Verband man vorbehandeltes Fettgewebe danach mit Lebergewebe, zeigte auch die Leber Alterszeichen. Wechselten die Forschenden nach vier Tagen auf junges Serum, sank ein solcher Marker, und Werte für den Fettstoffwechsel stiegen. Unter getesteten Wirkstoffen beschreiben sie das Hormon Oxytocin, zusammen mit verdünntem Serum, als am wirksamsten.
Der Chip ist eine Vereinfachung: Er enthält nur Fett- und Leberzellen, keine weiteren Zelltypen. Ob sich die Alterszeichen beim Menschen auf diese Weise umkehren lassen, zeigt die Arbeit nicht.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Autor ist Gründer und Chief Scientific Officer der Firma Generation Lab; laut Autoren erhielt die Arbeit weder Geld noch Beiträge von der Firma.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
