Mittelmeerkost: Demenz-Risikowert klettert seltener nach oben
Einstufung Moderat — über 5.000 Erwachsene wurden mehr als 15 Jahre begleitet; die Studie beobachtet nur und misst einen geschätzten Risikowert statt echter Demenzdiagnosen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 5.042
- Dauer
- 15,8 Jahre
- Finanzierung
- Korean agri-food technology planning institute (IPET), Yonsei University…
Wer sich mediterran ernährte, erreichte über gut 15 Jahre seltener einen hohen Demenz-Risikowert.
Koreanische Erwachsene, die sich mediterran oder nach anderen gesunden Mustern ernährten, erreichten über gut 15 Jahre seltener einen hohen Demenz-Risikowert. Wer dagegen eher entzündungsfördernd aß, landete häufiger dort. Gemessen wurde allerdings nicht die Demenz selbst. Es ging um einen Punktwert namens CAIDE, der aus Alter und Herz-Kreislauf-Risikofaktoren schätzt, wie wahrscheinlich später eine Demenz ist.
Forschende begleiteten 5.042 Menschen zwischen 40 und 69 Jahren. Ihre Ernährung bewerteten sie mit vier Punktesystemen: Mittelmeerkost, die auf das Gehirn zugeschnittene MIND-Diät, ein koreanischer Index für gesundes Essen und ein Index für Kost, die mit Entzündungswerten im Blut einhergeht. Knapp ein Drittel rutschte im Lauf der Zeit in den Bereich mit hohem Risiko.
Im Drittel mit der stärksten Mittelmeerkost war das Risiko dafür um 22 Prozent niedriger, bei den beiden anderen gesunden Mustern um 20 Prozent. Im Drittel mit der entzündungsförderndsten Kost lag es um 15 Prozent höher. Ob diese Menschen tatsächlich seltener an Demenz erkranken, lässt sich daraus nicht ablesen: Gezählt wurden Risikowerte, keine Diagnosen. Zudem hat die Studie nur beobachtet.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
