Alltagsprobleme im Alter wiegen bei Aktiven weniger schwer
Einstufung Moderat — drei große Erhebungen mit 64.146 älteren Menschen auf drei Kontinenten; als Beobachtungsdaten zeigen sie Zusammenhänge, aber nicht, dass Bewegung die Ursache ist.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 64.146
- Dauer
- —
- Finanzierung
- National Institute on Aging, NIH, EU Horizon 2020 and Framework Programmes…
Muskelschwund und Mühe im Alltag gingen bei regelmäßig aktiven Älteren mit einem kleineren Anstieg des Sterberisikos einher.
Wer im Alter Muskeln verliert oder Mühe mit alltäglichen Dingen hat, hat ein höheres Sterberisiko. Bei Menschen, die in ihrer Freizeit regelmäßig aktiv waren, fiel dieses zusätzliche Risiko aber kleiner aus. Das ergab eine Auswertung von drei großen Alterserhebungen aus den USA, Europa und China.
Insgesamt flossen Daten von 64.146 Menschen ein. Als regelmäßig aktiv galt, wer die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation erfüllte, etwa 150 Minuten mäßige Bewegung pro Woche. In der US-Erhebung hatten Inaktive mit Mühe bei grundlegenden Alltagsaufgaben ein um 82 Prozent höheres Sterberisiko als Inaktive ohne solche Probleme. Bei regelmäßig Aktiven lag das Plus bei 39 Prozent. Beim altersbedingten Muskelschwund war der Abstand kleiner. In Europa und China zeigte sich dasselbe Muster.
Die Daten stammen aus Beobachtungen. Sie zeigen nicht, dass Bewegung das Risiko senkt, denn aktive Menschen könnten sich auch auf andere Weise unterscheiden. Offen bleibt zudem, welche Art von Bewegung zählt: Ausdauer und Krafttraining wurden nicht getrennt betrachtet.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
