Bei schwerem Vitamin-D-Mangel stieg das Sterberisiko deutlich
Einstufung Vorläufig — krankenakten von Hunderttausenden Erwachsenen über bis zu zehn Jahre, rückblickend ausgewertet; ob Vitamin D die Ursache ist, kann so ein Vergleich nicht zeigen.
- Design
- Retrospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 468.500
- Dauer
- 10 Jahre
- Finanzierung
- Leumit Health Services (internal funding)
Erwachsene mit schwerem Vitamin-D-Mangel hatten in Israel und den USA ein deutlich höheres Sterberisiko als jene mit guten Werten.
Sehr niedrige Vitamin-D-Werte im Blut waren in zwei großen Datensätzen ein deutliches Warnsignal. In Israel hatten Erwachsene mit schwerem Mangel ein gut zweieinhalbmal so hohes Sterberisiko wie Erwachsene mit ausreichenden Werten. In Daten aus den USA lag das Risiko um 59 Prozent höher.
Forschende werteten dafür Krankenakten einer israelischen Krankenkasse aus, mit Vitamin-D-Messungen von über 468.500 Erwachsenen. Sie verglichen Menschen mit schwerem Mangel und Menschen mit guten Werten, die sich sonst möglichst glichen. Ein US-Forschungsnetz mit über 223.000 solcher Paare bestätigte das Bild. Auch die Apothekendaten passten dazu: Wer genug Vitamin D bezog, um den Blutwert deutlich anzuheben, hatte ein um 28 Prozent niedrigeres Sterberisiko.
Ob die Präparate selbst das Leben verlängern, lässt sich daraus nicht ablesen. Erfasst wurde nur, was die Apotheke ausgab, nicht, was tatsächlich eingenommen wurde. Wer Vitamin D kauft, lebt womöglich auch sonst gesünder, räumen die Autoren ein. Frühere Studien, in denen das Los entschied, kamen zu uneinheitlichen Ergebnissen.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Die Studie wurde intern von Leumit Health Services finanziert, einer der beiden Datenquellen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
