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Journal ArticleReviewNutritional neuroscience·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Alzheimer: Präparate punkten nur in einem von zwei Denktests

Einstufung Moderat — auswertung von 29 Studien mit rund 2.000 Menschen, in denen das Los entschied; die Studien waren im Schnitt klein, und die Vorteile zeigten sich nur in einem von zwei Tests.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
2.000
Dauer
—
Finanzierung
National Natural Science Foundation of China; Postdoctoral and Overseas…
Kernaussage

Probiotika mit Selen, Pflanzenextrakte und B-Vitamine schnitten in einem Denktest besser ab als ein Scheinpräparat, im zweiten Test aber nicht.


Probiotika mit Selen, Pflanzenextrakte, B-Vitamine: Bei Menschen mit Alzheimer oder einer leichten Störung von Gedächtnis und Denken schnitten mehrere Präparate in einem kurzen Denktest besser ab als ein Scheinpräparat. In einem zweiten Test zeigte jedoch keines einen klaren Vorteil.

Die Forschenden werteten 29 Studien mit zusammen rund 2.000 Teilnehmenden aus. In allen hatte das Los entschieden, wer ein Präparat bekam und wer ein Scheinpräparat. Eine spezielle Methode erlaubte auch indirekte Vergleiche zwischen den Mitteln. Im Test namens MMSE lagen unter anderem Extrakte der Pflanze Cosmos caudatus, Spirulina-Algen und B-Vitamine vorn. Dazu kam Phosphatidylserin, ein Baustein der Zellhüllen, in einer Dosis von 100 Milligramm. Den größten Abstand hatten Probiotika, also lebende Bakterien, zusammen mit Selen: im Schnitt 1,7 Punkte.

Die Vorteile hingen damit stark vom Messinstrument ab. Im zweiten Test, der ADAS-Cog-Skala, verbesserte sich keine Gruppe klar. Die Autoren sehen darin einen Hinweis, wie wichtig die Wahl des Tests ist. Ob die Präparate den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung bremsen, lässt sich aus diesen Punktwerten nicht ablesen.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.