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Journal ArticleProceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Stressschalter gedrosselt: Fruchtfliegen leben länger

Einstufung Vorläufig — kontrollierte Genversuche mit jeweils über 350 weiblichen Fruchtfliegen; ob sich das auf Menschen übertragen lässt, ist ungetestet.

Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.

Design
Tierstudie
Teilnehmende
363
Dauer
—
Finanzierung
Vivensa; Wellcome Trust; Royal Society; NIH
Kernaussage

Wurde die Stress-Schaltstelle ATF4 bei Fruchtfliegen gedrosselt, lebten die Tiere länger.


Lange galt die Annahme: Wenn Zellen unter Stress ein bestimmtes Alarmprogramm anwerfen, fördert das ein langes Leben. Bei Hefen und Fadenwürmern verlängert es tatsächlich das Leben, wenn verwandte Gene aktiviert werden. Bei weiblichen Fruchtfliegen fanden Forschende nun das Gegenteil. Fuhren sie die zentrale Schaltstelle ATF4 dauerhaft hoch, starben die Fliegen früher. Wurde ATF4 dagegen gedrosselt, lebten sie länger.

Das Alarmprogramm springt unter anderem an, wenn Eiweißbausteine knapp werden. Die Forschenden veränderten die Gene erst bei erwachsenen Tieren, die mageres oder reichhaltiges Futter bekamen. Der Effekt zeigte sich bei beiden Futtersorten. Auch mehr vom vorgeschalteten Sensor GCN2 verkürzte das Leben deutlich. Der Wirkstoff Borrelidin, der das Programm anwirft, verkürzte ebenfalls das Leben. Zudem hob er den Vorteil der gedrosselten Fliegen auf.

Die Ergebnisse stammen aus Fliegen, an Menschen wurde nichts davon getestet. Die Autoren halten es außerdem für möglich, dass eine schwächere Dosis oder ein Eingriff nur in einzelnen Geweben anders wirkt. ATF4 könnte je nach Menge und Umfeld also nützen oder schaden.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.