Weniger Eiweiß im Futter: Mäuse und Fliegen leben länger
Einstufung Vorläufig — überblick über vorhandene Studien ohne eigene neue Daten; die Befunde zur Lebensdauer stammen aus Tierversuchen, für Menschen ist die Wirkung auf die Lebenszeit unbekannt.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
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- US National Institute on Aging (NIH)
Fliegen und Mäuse mit eiweißarmem Futter lebten länger, vor allem wenn bestimmte Aminosäuren wie Isoleucin knapp waren.
Älteren Menschen wird heute geraten, mehr Eiweiß zu essen, um Muskelschwund und Gebrechlichkeit vorzubeugen. Mehrere Studien stützen das. Eine Übersichtsarbeit beschreibt nun die Gegenseite aus dem Labor: Fliegen und Mäuse mit eiweißarmem Futter lebten länger und gesünder. Entscheidend scheinen einzelne Eiweißbausteine zu sein, vor allem die Aminosäuren Methionin, Isoleucin und Valin.
Ein Beispiel aus der Arbeit: Männliche Mäuse, deren Futter zwei Drittel weniger Isoleucin enthielt, lebten 33 Prozent länger und waren seltener gebrechlich. Weniger von den Aminosäuren, die der Körper selbst bilden kann, verlängerte das Leben dagegen nicht. Bei Menschen gibt es kurze Versuche: In einer vierwöchigen Studie besserten sich Blutzucker und Insulin, als drei verwandte Aminosäuren, darunter Isoleucin und Valin, um etwa 60 Prozent gekürzt wurden.
Zugleich nennt die Arbeit die andere Seite: Erwachsene mit 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht am Tag verloren über drei Jahre 40 Prozent weniger Muskeln als jene mit 0,8 Gramm. Wie viel Eiweiß für Menschen ideal ist, wissen die Autoren nach eigener Aussage nicht. Für Schwangere, Kinder und Menschen nach Verletzungen könnte weniger Eiweiß schaden.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Autor erhielt Gelder von Aeovian Pharmaceuticals und sitzt in deren Beirat; die Firma entwickelt Medikamente, die den Signalweg mTOR hemmen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
