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Journal ArticleMedicine·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Stoffwechselsyndrom: Betroffene hören etwas schlechter

Einstufung Vorläufig — einmalige Befragung von 8.759 Erwachsenen mit Hörtest; weil alle Werte vom selben Zeitpunkt stammen, bleibt unklar, was Ursache und was Folge ist.

Design
Querschnittsstudie
Teilnehmende
8.759
Dauer
—
Finanzierung
The authors state they had no funding.
Kernaussage

Erwachsene mit metabolischem Syndrom hatten im Schnitt eine etwas höhere Hörschwelle als Menschen ohne dieses Syndrom.


Menschen mit einem metabolischen Syndrom hören im Schnitt etwas schlechter. Gemeint ist eine Häufung von mindestens drei aus fünf Stoffwechsel-Risikomerkmalen, etwa erhöhtem Blutdruck oder Blutzucker. Bei ihnen lag die Hörschwelle um knapp 1,3 Dezibel höher. Das gilt auch, wenn man andere Einflüsse herausrechnet. Töne mussten also etwas lauter sein, damit sie gehört wurden.

Forschende werteten eine große US-Gesundheitsbefragung mit 8.759 Erwachsenen aus, die einmalig einen Hörtest machten. Von den Menschen mit Stoffwechselsyndrom hörten 37 Prozent schlecht, ohne Syndrom knapp 15 Prozent. Deutlicher war der Zusammenhang bei Menschen ab 50 und bei früheren Ohrentzündungen. Unter 13 fettlöslichen Schutzstoffen im Blut fiel nur Retinol, also Vitamin A, als mögliches Zwischenglied auf. Menschen mit Syndrom hatten etwas mehr davon im Blut. In der Rechnung milderte das den Zusammenhang leicht.

Alle Werte stammen von einem einzigen Zeitpunkt. Ob das Stoffwechselsyndrom dem Gehör schadet oder Vitamin A es schützt, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Ursachen der Hörprobleme wurden zudem nicht unterschieden.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.