Wer schlechtere Stoffwechselwerte hat, baut geistig schneller ab
Einstufung Moderat — zwei Langzeitstudien mit zusammen 3.472 älteren Menschen in China; als reine Beobachtung können sie nicht zeigen, dass der Stoffwechsel den Abbau verursacht.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 3.472
- Dauer
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- Finanzierung
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Ältere Menschen mit ausgeprägteren Stoffwechselproblemen bauten über die Jahre geistig schneller ab.
Ein großer Bauchumfang, ungünstige Blutfette, hoher Blutdruck und erhöhter Blutzucker treten oft gemeinsam auf. Fachleute nennen das metabolisches Syndrom. In zwei chinesischen Langzeitstudien zeigte sich: Je ausgeprägter diese Stoffwechselprobleme bei älteren Menschen waren, desto schneller ließ ihr Denkvermögen über die Jahre nach.
Forschende begleiteten 3.472 Menschen ab 60 Jahren aus der Provinz Hubei und aus einer landesweiten Erhebung. Statt nur zu fragen, ob jemand das Syndrom hat, berechneten sie einen Punktwert. Er fasst Bauchumfang, Blutfette, das „gute“ HDL-Cholesterin, Blutdruck und Nüchternblutzucker zusammen. Wer zu Beginn einen höheren Wert hatte, baute im allgemeinen Denkvermögen schneller ab. Beim Viertel mit den über die Jahre schlechtesten Werten ließ das Gedächtnis jedes Jahr schneller nach als beim Viertel mit den besten. Für das Planen und Steuern des eigenen Handelns fand sich kein klarer Zusammenhang.
Die Ergebnisse blieben stabil, auch ohne Menschen unter 65 und ohne Menschen mit Denkproblemen zu Beginn. Ob bessere Stoffwechselwerte das Denken schützen, lässt sich daraus nicht ablesen, denn die Studie hat nur beobachtet. Zudem war die Nachbeobachtung recht kurz.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
