Protein und Gesamtsterblichkeit
2 Paper in der Bibliothek, stärkste Bewertung Vorläufig.
Bewertet als Vorläufig · Kontrollierte Fütterungs- und Genversuche an Fruchtfliegen; Ergebnisse aus Tieren lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen.
Paper 2
- Wenig Eiweiß als Larve: Fruchtfliegen leben längerVorläufig2026NatureWas eine Fruchtfliege als Larve frisst, wirkt bis ins Erwachsenenleben nach. Bekamen die Larven wenig Eiweiß, lebten die erwachsenen Fliegen länger. Das galt für Weibchen wie Männchen, obwohl alle danach normales Futter bekamen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei offenbar ein Speicherprotein namens Lsp2. Die Forschenden setzten Larven knapp drei Tage nach der Eiablage auf Futter mit wenig Hefe, der Eiweißquelle der Fliegen. Mit markierten Eiweißbausteinen verfolgten sie deren Weg. Bausteine aus der Larvenzeit blieben bis ins junge Erwachsenenalter erhalten, vor allem in den Eiweißfabriken der Zellen. Daran ist offenbar Lsp2 beteiligt. Nach der Eiweißknappheit hatten die Fliegen weniger Lsp2, und ihre Zellen bildeten etwa eine Woche lang weniger Eiweiß. Drosselten die Forschenden das Gen für Lsp2, lebten die Weibchen ähnlich viel länger. Die Knappheit hatte einen Preis: Die Weibchen waren bis zu 28 Prozent leichter und legten anfangs weniger Eier. Das gedrosselte Lsp2 schadete der Fruchtbarkeit dagegen nicht deutlich. Ob die geringere Eiweißbildung wirklich das längere Leben bewirkt, können die Autoren nicht direkt belegen. Ob es bei Menschen Vergleichbares gibt, wurde nicht untersucht.
- Weniger Eiweiß im Futter: Mäuse und Fliegen leben längerVorläufig2026Cell press blueÄlteren Menschen wird heute geraten, mehr Eiweiß zu essen, um Muskelschwund und Gebrechlichkeit vorzubeugen. Mehrere Studien stützen das. Eine Übersichtsarbeit beschreibt nun die Gegenseite aus dem Labor: Fliegen und Mäuse mit eiweißarmem Futter lebten länger und gesünder. Entscheidend scheinen einzelne Eiweißbausteine zu sein, vor allem die Aminosäuren Methionin, Isoleucin und Valin. Ein Beispiel aus der Arbeit: Männliche Mäuse, deren Futter zwei Drittel weniger Isoleucin enthielt, lebten 33 Prozent länger und waren seltener gebrechlich. Weniger von den Aminosäuren, die der Körper selbst bilden kann, verlängerte das Leben dagegen nicht. Bei Menschen gibt es kurze Versuche: In einer vierwöchigen Studie besserten sich Blutzucker und Insulin, als drei verwandte Aminosäuren, darunter Isoleucin und Valin, um etwa 60 Prozent gekürzt wurden. Zugleich nennt die Arbeit die andere Seite: Erwachsene mit 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht am Tag verloren über drei Jahre 40 Prozent weniger Muskeln als jene mit 0,8 Gramm. Wie viel Eiweiß für Menschen ideal ist, wissen die Autoren nach eigener Aussage nicht. Für Schwangere, Kinder und Menschen nach Verletzungen könnte weniger Eiweiß schaden.
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