Wenig Eiweiß als Larve: Fruchtfliegen leben länger
Einstufung Vorläufig — kontrollierte Fütterungs- und Genversuche an Fruchtfliegen; Ergebnisse aus Tieren lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Tierstudie
- Teilnehmende
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- Dauer
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- Finanzierung
- Japan Agency for Medical Research and Development, JSPS, Japan Science and…
Das Speicherprotein Lsp2 verbindet bei Fruchtfliegen das Eiweiß im Larvenfutter mit der späteren Lebensdauer.
Was eine Fruchtfliege als Larve frisst, wirkt bis ins Erwachsenenleben nach. Bekamen die Larven wenig Eiweiß, lebten die erwachsenen Fliegen länger. Das galt für Weibchen wie Männchen, obwohl alle danach normales Futter bekamen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei offenbar ein Speicherprotein namens Lsp2.
Die Forschenden setzten Larven knapp drei Tage nach der Eiablage auf Futter mit wenig Hefe, der Eiweißquelle der Fliegen. Mit markierten Eiweißbausteinen verfolgten sie deren Weg. Bausteine aus der Larvenzeit blieben bis ins junge Erwachsenenalter erhalten, vor allem in den Eiweißfabriken der Zellen. Daran ist offenbar Lsp2 beteiligt. Nach der Eiweißknappheit hatten die Fliegen weniger Lsp2, und ihre Zellen bildeten etwa eine Woche lang weniger Eiweiß. Drosselten die Forschenden das Gen für Lsp2, lebten die Weibchen ähnlich viel länger.
Die Knappheit hatte einen Preis: Die Weibchen waren bis zu 28 Prozent leichter und legten anfangs weniger Eier. Das gedrosselte Lsp2 schadete der Fruchtbarkeit dagegen nicht deutlich. Ob die geringere Eiweißbildung wirklich das längere Leben bewirkt, können die Autoren nicht direkt belegen. Ob es bei Menschen Vergleichbares gibt, wurde nicht untersucht.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
