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Journal ArticleJournal of arrhythmia·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer nachts Atemaussetzer hat, bekommt öfter Vorhofflimmern

Einstufung Moderat — auswertung von 21 Beobachtungsstudien mit über 600.000 Menschen; weil nur beobachtet wurde, bleibt offen, ob die Atemaussetzer die Ursache sind.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
611.898
Dauer
—
Finanzierung
The authors reported no funding.
Kernaussage

Menschen mit nächtlichen Atemaussetzern erkrankten häufiger neu an Vorhofflimmern, und bei ihnen kehrte es öfter zurück.


Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen weltweit. Menschen, deren Atmung im Schlaf immer wieder stockt oder flach wird, hatten ein um 67 Prozent höheres Risiko, neu daran zu erkranken. Bei Menschen, die schon Vorhofflimmern gehabt hatten, kehrte die Störung häufiger zurück.

Forschende fassten 21 Studien mit zusammen 611.898 Menschen zusammen, die Teilnehmende über die Zeit begleitet hatten. Gemessen wurde vor allem, wie oft pro Stunde Schlaf die Atmung aussetzte oder abflachte. Mit jedem zusätzlichen Aussetzer pro Stunde stieg das Risiko um etwa 2 Prozent. In 11 Studien mit 1.810 Menschen kam Vorhofflimmern bei Atemaussetzern um 55 Prozent häufiger zurück. Wer neu erkrankte, lag nachts im Schnitt auch etwa 13 Minuten länger wach. Bei kurzen Weckreaktionen im Schlaf zeigte sich dagegen kein klarer Unterschied.

Die Studien beobachteten nur, deshalb ist nicht belegt, dass die Atemaussetzer das Herz aus dem Takt bringen. Ob eine Behandlung mit einer Atemmaske etwas ändert, ließ sich nicht prüfen, weil die Studien sie zu uneinheitlich erfassten.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.