Schon mäßig Bier oder Schnaps: Das Sterberisiko ist höher
Einstufung Moderat — große Beobachtungsstudie mit 340.924 Erwachsenen über gut 13 Jahre; der Alkoholkonsum wurde aber meist nur einmal und selbst angegeben.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 340.924
- Dauer
- 13,4 Jahre
- Finanzierung
- National Science and Technology Major Project (China), National Natural…
Schon wenig Schnaps und mäßig Bier oder Cider gingen mit höherem Sterberisiko einher, wenig bis mäßig Wein mit niedrigerem.
Ob kleine Mengen Alkohol schaden, ist unter Forschenden umstritten. Eine große britische Auswertung liefert dazu einen Befund, der vom Getränk abhängt. Wer Schnaps trank, hatte schon bei geringen Mengen ein höheres Sterberisiko. Bei Bier und Cider zeigte sich das ab mäßigen Mengen. Bei Wein in geringen bis mäßigen Mengen lag das Risiko dagegen niedriger.
Forschende begleiteten 340.924 Erwachsene aus der UK Biobank, einer britischen Gesundheitsdatenbank, im Schnitt 13,4 Jahre lang. Als Vergleich dienten Menschen, die höchstens 20 Gramm Alkohol pro Woche tranken. Wer viel trank, bei Männern über 40 Gramm am Tag, bei Frauen über 20 Gramm, hatte ein um 24 Prozent höheres Sterberisiko. Besonders deutlich war das bei Krebs, etwa an Kopf, Hals und Atemwegen. Schon mäßiges Trinken ging mit einem höheren Risiko einher, an Krebs zu sterben.
Ob Wein selbst schützt, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Teilnehmenden gaben ihren Konsum selbst an, meist nur einmal zu Beginn. Andere Unterschiede zwischen den Gruppen können die Forschenden nicht ausschließen. Zudem waren die Teilnehmenden überwiegend weiß. Und bei viel Alkohol stieg das Risiko für mehrere Krebsarten mit jedem Getränk, auch mit Wein.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
