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Journal ArticleThe lancet. Healthy longevity·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Schwerhörigkeit: Wer ein Hörgerät trug, starb etwas seltener

Einstufung Moderat — gemeinsame Auswertung der Einzeldaten von 13.851 Menschen aus drei Beobachtungsstudien, in Norwegen bestätigt; Ursache und Wirkung lassen sich so nicht belegen.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
13.851
Dauer
—
Finanzierung
Macquarie University; NIDCD (NIH); Icelandic Heart Association; NIOSH (CDC)…
Kernaussage

Je schlechter das Gehör, desto höher war das Sterberisiko; wer ein Hörgerät nutzte, hatte ein etwas niedrigeres Risiko.


Schlechtes Hören hängt mit schlechterer Gesundheit, Depressionen und nachlassendem Denkvermögen zusammen. Eine große Auswertung fand nun auch eine Verbindung zum Sterberisiko: Je schlechter das Gehör, desto höher lag es. Wer ein Hörgerät nutzte, hatte dagegen ein um 9 Prozent niedrigeres Sterberisiko.

Die Forschenden legten die Daten einzelner Teilnehmender aus drei Bevölkerungsstudien in Australien, Island und den USA zusammen. So kamen 13.851 Erwachsene zusammen. Alle hatten einen Hörtest mit Tönen gemacht, gewertet wurde das besser hörende Ohr. Alter, Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und frühere Lärmbelastung rechneten sie heraus. Schon eine leichte Schwerhörigkeit ging mit einem um 19 Prozent höheren Sterberisiko einher, eine mittlere mit einem um 55 Prozent höheren. Ähnlich sah es beim Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.

Eine zweite Studie mit 50.277 Erwachsenen aus Norwegen bestätigte die Ergebnisse. Ob Hörgeräte das Leben tatsächlich verlängern, lässt sich daraus nicht ablesen: Die Studien haben nur beobachtet, wer ein Gerät trug. Die Autoren sehen darin eine wichtige Frage für künftige Forschung.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Das Gehalt eines Autors wird teilweise vom Hörimplantat-Hersteller Cochlear Ltd. bezahlt.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.