Chronisch krank und gebrechlich: fast doppeltes Sterberisiko
Einstufung Moderat — fünf Langzeitstudien mit zusammen 129.025 Menschen; reine Beobachtung, Gebrechlichkeit aus Selbstauskünften, und die Ergebnisse schwankten zwischen den Studien deutlich.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 129.025
- Dauer
- —
- Finanzierung
- National Natural Science Foundation of China
Bei Diabetes, Bluthochdruck oder Herzleiden hatten schon leicht gebrechliche Menschen ein höheres Sterberisiko.
Wer Diabetes, Bluthochdruck, eine koronare Herzkrankheit oder einen Schlaganfall hinter sich hat, lebt oft lange damit. Wie gebrechlich diese Menschen sind, sagte viel über ihr Sterberisiko aus. Gebrechliche hatten ein fast doppelt so hohes Risiko wie Menschen ohne Anzeichen von Gebrechlichkeit. Schon in der Vorstufe lag das Risiko um 30 Prozent höher.
Forschende werteten fünf große Langzeitstudien aus, darunter die britische UK Biobank. Zusammen umfassten sie 129.025 Menschen mit mindestens einer dieser Erkrankungen. Die Gebrechlichkeit maßen sie mit einem Wert zwischen 0 und 1, gebildet aus Angaben der Teilnehmenden selbst. Je höher der Wert, desto höher das Risiko für Tod durch Herz-Kreislauf-Leiden und durch andere Ursachen. In der UK Biobank war der Zusammenhang bei Menschen unter 65 Jahren stärker.
Gebrechlichkeit könnte also helfen, besonders gefährdete Patientinnen und Patienten zu erkennen. Ob es das Leben verlängert, sie zu verringern, lässt sich daraus nicht ablesen: Die Daten stammen aus Beobachtungen. Zudem unterschieden sich die Ergebnisse zwischen den fünf Studien deutlich.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
