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Journal ArticleMeta-AnalysisSystematic ReviewMedicine·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer Muskeln verliert, hat mehr Entzündung im Blut

Einstufung Moderat — auswertung von 43 Studien, die meisten mit nur einer Messung pro Person; sie zeigen Unterschiede in Blutwerten, aber nicht, was Ursache und was Folge ist.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
43
Dauer
—
Finanzierung
Lanzhou Science and Technology Program Project
Kernaussage

Ältere Menschen mit Muskelschwund haben im Mittel höhere Entzündungswerte und weniger Albumin, Hämoglobin und Vitamin D im Blut.


Mit dem Alter schwinden bei vielen Menschen Muskelmasse und Kraft. Fachleute nennen das Sarkopenie. Ältere Menschen mit diesem Muskelschwund hatten im Mittel höhere Entzündungswerte im Blut als Menschen ohne. Das gilt für das C-reaktive Protein und für Botenstoffe des Immunsystems wie Interleukine. Das Bluteiweiß Albumin und der rote Blutfarbstoff Hämoglobin lagen dagegen niedriger, ebenso Vitamin D.

Forschende aus China fassten dafür 43 Studien aus Asien, Nordamerika und Europa zusammen. Alle Teilnehmenden waren mindestens 50 Jahre alt. Untersucht wurden auch Menschen, die zugleich Muskeln verlieren und starkes Übergewicht haben. Sie hatten höhere Entzündungswerte und ungünstigere Blutfette als Gesunde. Von Menschen mit Übergewicht allein unterschieden sie sich aber kaum. Nur die Blutfette namens Triglyceride lagen bei ihnen etwas niedriger.

Die meisten Studien maßen nur zu einem Zeitpunkt. Ob die Entzündung den Muskelschwund antreibt oder umgekehrt, lässt sich daraus nicht ablesen. Zu Muskelschwund mit Übergewicht gab es nur 12 Studien. Die Autoren weisen zudem darauf hin, dass Blutwerte je nach Messzeitpunkt schwanken können.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.