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Journal ArticleJAMA network open·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Cannabis: Unruhiger Schlaf laut Armband, nicht laut Gefühl

Einstufung Moderat — eine Gruppe von 1.266 Erwachsenen wurde über 35 Jahre begleitet, der Schlaf aber nur einmal gemessen, sodass offen bleibt, was zuerst kam.

Design
Prospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
1.266
Dauer
35 Jahre
Finanzierung
National Institutes of Health; Swiss National Science Foundation (per author…
Kernaussage

Wer über Jahre mehr Cannabis nahm, schlief laut Messgerät unruhiger, bewertete seinen Schlaf aber nicht schlechter.


Cannabis gilt vielen als Schlafhilfe. Bei Menschen um die 60 zeigte ein Messgerät am Handgelenk aber etwas anderes. Wer über die Jahre mehr Cannabis genommen hatte, schlief unruhiger und lag nachts länger wach. Im Fragebogen bewerteten dieselben Menschen ihren Schlaf jedoch nicht schlechter.

Forschende begleiteten die Teilnehmenden 35 Jahre lang, vom jungen Erwachsenenalter bis zur Lebensmitte. Am Ende trugen 891 von ihnen eine Woche lang einen Bewegungssensor am Handgelenk. 1.128 beantworteten Fragen zu ihrem Schlaf. Den Konsum rechneten die Forschenden in Cannabis-Jahre um: Ein solches Jahr entspricht 365 Tagen mit Konsum. Jedes zusätzliche Cannabis-Jahr ging mit gut einer Minute mehr Wachzeit pro Nacht einher. Wer im letzten Monat konsumiert hatte, lag häufiger mindestens 30 Minuten wach als Menschen, die nie Cannabis genommen hatten. Diese Gruppe schlief auch häufiger mehr als acht Stunden.

Ob Cannabis den Schlaf tatsächlich stört, lässt sich daraus nicht ablesen. Der Schlaf wurde nur einmal, eine Woche lang, gemessen, deshalb bleibt offen, was zuerst kam. Den Konsum gaben die Teilnehmenden selbst an, ohne Angaben zu Stärke, Konsumform oder Zeitpunkt vor dem Schlafen.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Drei Autoren erhielten während der Studie Forschungsgelder von den US-Gesundheitsinstituten NIH oder dem Schweizerischen Nationalfonds.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.