Metformin bremst bei Älteren einen Index für Gebrechlichkeit
Einstufung Vorläufig — das Los teilte 145 ältere Menschen für zwei Jahre ein, doch die Studie ist klein und als Vorabdruck noch nicht von unabhängigen Fachleuten geprüft.
- Design
- Randomisierte Studie
- Teilnehmende
- 145
- Dauer
- 2 Jahre
- Finanzierung
- —
Metformin verbesserte bei Älteren mit leicht erhöhtem Blutzucker einen Index aus 95 Altersdefiziten, nicht aber eine zweite Gebrechlichkeitsskala.
Ältere Menschen mit leicht erhöhtem Blutzucker bekamen zwei Jahre lang das Medikament Metformin oder ein Scheinpräparat. Mit Metformin sammelten sie auf einer Liste typischer Altersbeschwerden etwas weniger Punkte an. Auch zwei epigenetische Uhren liefen langsamer. Diese Uhren schätzen das biologische Alter aus chemischen Markierungen am Erbgut im Blut.
An der Studie nahmen 145 Menschen teil, im Schnitt 72 Jahre alt. Zu Beginn war niemand gebrechlich. Das Los entschied, wer Metformin bekam. Gemessen wurde auf zwei Arten: mit einem Index aus 95 möglichen Defiziten und mit einer Skala aus Gewichtsverlust, Erschöpfung, Bewegung, Gehtempo und Griffkraft. Auf dieser Skala schnitt Metformin im ersten Jahr schlechter ab. Der Grund war das Abnehmen: 5,7 Kilo verloren die Teilnehmenden mit Metformin, 2,3 Kilo mit Scheinpräparat. Ohne das Gewicht fand sich kein Unterschied. Der Index dagegen verbesserte sich stetig. Metformin wurde gut vertragen.
Die Arbeit ist ein Vorabdruck, den noch keine unabhängigen Fachleute geprüft haben. Die Unterschiede sind klein. Ob die Teilnehmenden später seltener gebrechlich werden, zeigt die Studie nicht: Sie lief zwei Jahre, und zu Beginn war niemand gebrechlich.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
