Ganzkörper-MRT: Wenig Muskeln, höheres Sterberisiko
Einstufung Vorläufig — große nachträgliche Auswertung bereits vorhandener MRT-Daten von über 66.000 Menschen; sie zeigt, wer ein höheres Risiko hat, aber nicht, was die Ursache ist.
- Design
- Retrospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 66.608
- Dauer
- —
- Finanzierung
- US National Heart, Lung, and Blood Institute (NIH)
Wer weniger Muskeln hat als Gleichaltrige gleicher Größe und gleichen Geschlechts, hat ein um 44 Prozent höheres Sterberisiko.
Wer weniger Muskeln hatte als andere Menschen gleichen Alters, Geschlechts und gleicher Größe, starb häufiger. Sein Sterberisiko lag um 44 Prozent höher als bei Menschen im Mittelfeld. Viel Fett im Bauchraum rund um die Organe ging mit einem mehr als doppelt so hohen Risiko für Diabetes einher. Und wer viel Fett zwischen den Muskelfasern trug, hatte ein um 54 Prozent höheres Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse.
Grundlage waren Ganzkörper-MRT-Bilder von 66.608 Erwachsenen aus der britischen UK Biobank und der deutschen Gesundheitsstudie NAKO. Im Schnitt waren sie knapp 58 Jahre alt. Ein Computerprogramm mit künstlicher Intelligenz vermaß automatisch Fett unter der Haut, Fett im Bauchraum, Muskeln und Fett in den Muskeln. Daraus entstanden Normkurven, die jeden Menschen mit Gleichaltrigen gleicher Größe vergleichen. Das Risiko für Krankheiten werteten die Forschenden bei den Teilnehmenden der UK Biobank aus.
Die Werte sagten Erkrankungen und Todesfälle auch dann voraus, wenn klassische Risikofaktoren schon berücksichtigt waren. Ein Rechner für die Normwerte ist frei im Internet verfügbar. Ob mehr Muskeln oder weniger Bauchfett das Risiko tatsächlich senken, lässt sich daraus aber nicht ablesen, denn die Studie hat nur beobachtet.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
