Tuberkulose: Mäuse lebten mit Senolytika länger
Einstufung Vorläufig — tierversuche mit kleinen Gruppen, teils ohne klare statistische Absicherung und ohne Verblindung; die Übertragbarkeit auf Menschen mit Tuberkulose ist offen.
Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.
- Design
- Tierstudie
- Teilnehmende
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- Dauer
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- Finanzierung
- US National Institutes of Health (NIAID, NHLBI, NCI)
Bei infizierten Mäusen verlängerte eine Kombination aus drei Senolytika zusätzlich zur Tuberkulose-Therapie die Überlebenszeit von 68 auf 98 Tage.
Tuberkulose zerstört Gewebe in der Lunge. Dass das Alter das Fortschreiten der Krankheit begünstigt, ist seit Langem bekannt. Ein Forschungsteam hat nun in Mäusen eine mögliche Erklärung untersucht: gealterte Zellen, die sich nicht mehr teilen, aber weiter entzündungsfördernde Stoffe abgeben.
In der Lunge infizierter Mäuse fanden sich zwei bis drei Mal so viele solcher Zellen wie bei jungen, normalen Tieren. Betroffen waren besonders anfällige Mäuse und alte Tiere. Daraufhin gaben die Forschenden eine Kombination aus drei Wirkstoffen, die gealterte Zellen abtöten sollen: Dasatinib, Quercetin und Fisetin. Zusammen mit einer teilweisen Tuberkulose-Behandlung starben die Mäuse im Mittel nach 98 Tagen statt nach 68 Tagen. In einem weiteren Versuch sank die Zahl der Bakterien in der Lunge deutlich, und die erkrankte Fläche in der Lunge war kleiner.
Die Ergebnisse sind nicht durchgängig eindeutig. Die Wirkstoffe allein verlängerten das Leben eines Teils der Tiere, doch dieser Unterschied war statistisch nicht abgesichert. Zudem starben 40 bis 50 Prozent der anfälligen Tiere in den ersten 35 Tagen, unabhängig von der Behandlung. Beim Menschen wurde nichts davon geprüft; die Autoren halten klinische Studien für erwägenswert.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Die Autoren geben an, keine Interessenkonflikte zu haben.
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