Tagesrhythmus plus Bewegung: 65 Prozent geringeres Sterberisiko
Einstufung Moderat — forschende begleiteten 6.621 Erwachsene mit Bewegungsmesser knapp sieben Jahre lang; als Beobachtungsstudie zeigt das Zusammenhänge, aber keine Ursachen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 6.621
- Dauer
- 6,8 Jahre
- Finanzierung
- National Natural Science Foundation of China; Beijing Municipal Public Welfare…
Menschen mit klarem Wechsel von Aktivität und Ruhe, die sich genug bewegten, starben in dieser Studie deutlich seltener.
Wer tagsüber aktiv ist und nachts zur Ruhe kommt, hat einen klaren Tagesrhythmus. In einer Studie aus den USA starben Menschen mit einem solchen Rhythmus deutlich seltener, wenn sie sich zudem ausreichend bewegten. Verglichen mit Menschen mit schwachem Rhythmus und zu wenig Bewegung hatten sie ein um 65 Prozent niedrigeres Sterberisiko. Ihr Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, lag um 75 Prozent niedriger.
Grundlage sind 6.621 Erwachsene aus einer großen US-Gesundheitsuntersuchung der Jahre 2011 bis 2014. Sie trugen einen Bewegungsmesser am Handgelenk. Daraus berechneten die Forschenden, wie ausgeprägt der Wechsel von Aktivität und Ruhe war. Nach im Mittel knapp sieben Jahren waren 518 Teilnehmende gestorben, 165 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Autoren schließen daraus, dass genug Bewegung das höhere Risiko bei gestörtem Rhythmus abmildern könnte. In einer vorläufigen Zusatzauswertung erklärte ein schnelleres biologisches Altern, berechnet aus Blutwerten, rechnerisch einen kleinen Teil des Zusammenhangs. Diese Vermutung muss laut den Autoren erst geprüft werden. Ob ein festerer Rhythmus selbst das Leben verlängert, lässt sich nicht ablesen, denn die Daten zeigen nur einen Zusammenhang.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
