Artenarme Mundflora, höhere Gebrechlichkeit ab 50
Einstufung Vorläufig — daten von 2.696 Menschen wurden einmalig erhoben und um eine genetische Analyse ergänzt; die Momentaufnahme zeigt nicht, was Ursache und was Folge ist.
- Design
- Querschnittsstudie
- Teilnehmende
- 2.696
- Dauer
- —
- Finanzierung
- National Natural Science Foundation of China; Jiangsu Province programs…
Ältere Erwachsene mit einer weniger vielfältigen Mundflora waren im Schnitt gebrechlicher.
Menschen ab 50, in deren Mund weniger verschiedene Bakterien lebten, waren im Schnitt gebrechlicher. Das ist mehr als eine Randnotiz. Gebrechlichkeit erhöht laut den Forschenden das Risiko für Behinderung, Krankenhausaufenthalte und einen frühen Tod.
Das Team wertete Daten einer großen US-Gesundheitsumfrage aus den Jahren 2009 bis 2012 aus. Von 2.696 Erwachsenen ab 50 lagen Mundproben vor, deren Bakterien per Erbgutanalyse bestimmt wurden. Die Gebrechlichkeit maß ein Punktwert aus 36 Merkmalen. Bei allen vier Maßen für die Vielfalt galt: je ärmer die Mundflora, desto höher der Wert. Zusätzlich nutzten die Forschenden eine Methode, die angeborene Genvarianten als natürliches Experiment verwendet. Danach wirkten einige Bakteriengruppen im Speichel eher schützend, die Gattung Gemella dagegen ging mit einem höheren Risiko einher.
Der Befund zur Vielfalt ist eine Momentaufnahme. Ob die Mundflora zuerst verarmt oder die Gebrechlichkeit zuerst kommt, bleibt damit offen. Auch die genetischen Ergebnisse sind nicht ganz einheitlich: Dieselbe Bakteriengruppe galt im Speichel als schützend, auf der Zunge als Risiko. Ob eine gepflegte Mundflora Gebrechlichkeit vorbeugt, hat niemand getestet.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
