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Journal ArticleOsteoporosis international : a journal established as result of cooperation between the European Foundation for Osteoporosis and the National Osteoporosis Foundation of the USA·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Hüftbruch: Mit Altersmedizin-Team starben weniger in der Klinik

Einstufung Vorläufig — rückblickende Auswertung der Krankenakten von 872 Patienten vor und nach einer Umstellung, ohne Zufallszuteilung und ohne Bereinigung der Sterbezahlen um Alter oder Vorerkrankungen.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
872
Dauer
23 Monate
Finanzierung
—
Kernaussage

Nach dem Start eines Altersmedizin-Teams bekamen ältere Menschen mit Hüftbruch viel häufiger Vitamin D und Mittel gegen Knochenschwund.


Ein Bruch des Oberschenkels nahe der Hüfte trifft vor allem ältere Menschen, und er ist für sie besonders riskant. In einem Krankenhaus begannen Unfallchirurgen, solche Patienten gemeinsam mit Fachleuten für Altersmedizin zu betreuen. Danach verordneten die Ärzte viel häufiger Mittel gegen Knochenschwund und Blutarmut. Und im Krankenhaus starben weniger Patienten: 2,9 statt 7,7 Prozent.

Forschende werteten Krankenakten und Apothekendaten von 872 Menschen ab 65 Jahren aus, über 23 Monate. Sie verglichen die Zeit vor und nach dem Start der gemeinsamen Station. Vitamin D bekamen vorher 2,5 Prozent der Patienten, danach 56,7 Prozent. Auch Abführmittel, Kalzium und Eisen wurden deutlich öfter verordnet. Spritzen mit dem Psychopharmakon Haloperidol in den Muskel wurden dagegen seltener, von 21,7 auf 10,9 Prozent. Opioide gegen Schmerzen blieben etwa gleich häufig.

Ob das Team selbst die Sterblichkeit senkte, lässt sich daraus nicht sicher ablesen. Die Sterbezahlen wurden nicht um Alter oder Vorerkrankungen bereinigt, und die beiden Gruppen stammen aus verschiedenen Zeiträumen. Mehr Verordnungen heißen zudem nicht, dass die Mittel eingenommen wurden oder wirkten.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.