Mehr Gemüsespuren im Blut, geringeres Risiko für Gebrechlichkeit
Einstufung Moderat — fast 10.000 Erwachsene wurden drei Jahre begleitet; als Beobachtungsstudie mit nur einer Blutmessung kann sie Ursache und Wirkung nicht belegen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 9.992
- Dauer
- 3 Jahre
- Finanzierung
- Canadian Institutes of Health Research
Wer mehr Stoffe aus Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten im Blut hatte, bei dem stieg das Gebrechlichkeitsrisiko weniger stark.
Was auf dem Teller landet, hinterlässt Spuren im Blut. Wer mehr Stoffe aus Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten im Blut hatte, bei dem stieg das Risiko für Gebrechlichkeit in drei Jahren weniger stark. Ein Teil dieses Zusammenhangs lief im Rechenmodell über niedrigere Entzündungswerte. Umgekehrt stieg das Risiko bei viel Omega-6 im Verhältnis zu Omega-3. Das galt auch für einen Stoff, der auf verarbeitetes Fleisch hinweist.
Forschende werteten Daten von 9.992 Menschen zwischen 45 und 85 Jahren aus einer großen kanadischen Altersstudie aus. Zu Beginn maßen sie im Blut viele Stoffwechselprodukte und drei Entzündungswerte. Drei Jahre später erfassten sie erneut, wie gebrechlich die Teilnehmenden waren. Eine Überraschung: Mehr Kreatin im Blut hing mit mehr Entzündung und höherem Risiko zusammen. Es steht mit tierischen Lebensmitteln in Verbindung. Gemessen wurde der Spiegel im Blut, nicht die Einnahme von Präparaten. Am deutlichsten waren die Zusammenhänge bei den 45- bis 64-Jährigen.
Die Studie beobachtet nur. Die Blutwerte wurden einmal gemessen, meist nicht nüchtern. Die Teilnehmenden waren überwiegend europäischer Herkunft. Ob mehr Gemüse Gebrechlichkeit verhindert, lässt sich daraus nicht ablesen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
