Gebrechlichkeit im Blut: Zwei Gipfel um 50 und 63 Jahre
Einstufung Moderat — große britische Gesundheitsstudie mit 50.506 Menschen und genetischer Zusatzanalyse; die meisten Befunde sind aber Zusammenhänge, keine Belege für Ursache und Wirkung.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 50.506
- Dauer
- —
- Finanzierung
- Swedish Research Council (Vetenskapsrådet), National Natural Science…
Gebrechlichkeit zeigt sich in mehr als 1.300 Bluteiweißen, deren Muster sich um 50 und 63 Jahre besonders stark verändert.
Gebrechlichkeit, also nachlassende Kraft und Belastbarkeit, hinterlässt eine Spur im Blut. Forschende fanden 1.339 Eiweiße, deren Werte mit Gebrechlichkeit zusammenhingen. Diese Veränderungen verlaufen über das Leben nicht gleichmäßig. Am stärksten waren sie etwa um das 50. und um das 63. Lebensjahr.
Das Team maß knapp 3.000 Eiweiße im Blut von 50.506 Teilnehmenden der UK Biobank, einer großen britischen Gesundheitsstudie. Aus den auffälligen Eiweißen bauten sie einen Wert für Gebrechlichkeit. Dieser Wert sagte voraus, wer später an einer von 199 Krankheiten erkrankte. Er stieg mit dem Alter schneller an, besonders bei Menschen, die schon zu Beginn gebrechlicher waren. Eine Methode, die angeborene Genvarianten als natürliches Experiment nutzt, deutete auf fünf Eiweiße, die Gebrechlichkeit möglicherweise mitverursachen.
Die meisten Ergebnisse sind Zusammenhänge aus Beobachtungsdaten. In einer zweiten Studie an Zwillingen bestätigten sie sich nur teilweise. Ob man Gebrechlichkeit verhindern kann, indem man diese Eiweiße beeinflusst, zeigt die Arbeit nicht.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
