Muskelschwund im Alter: Training stärkt Muskeln und Kraft
Einstufung Moderat — auswertung von 72 Studien mit Losverfahren und 6.204 Menschen; die Verlässlichkeit der Befunde reicht laut Autoren nur von sehr gering bis mittel.
- Design
- Metaanalyse
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Training stärkt bei älteren Menschen mit Muskelschwund die Muskelmasse, die Kraft und die körperliche Leistungsfähigkeit.
Ältere Menschen mit Muskelschwund werden durch Training kräftiger und körperlich leistungsfähiger. Ihre Muskelmasse nimmt leicht zu. Mediziner nennen diesen Muskelschwund Sarkopenie: Die Muskeln verlieren mit dem Alter an Masse und Kraft. Das erhöht das Risiko für Stürze, Pflegebedürftigkeit und einen frühen Tod.
Ein Forschungsteam wertete 72 Studien mit zusammen 6.204 älteren Menschen aus. In allen entschied das Los, wer trainierte. Die Programme dauerten drei Wochen bis drei Jahre, von Krafttraining über Ausdauer bis Tai Chi. Wer Training mit Nahrungsergänzung kombinierte, legte bei Muskelmasse und Kraft mehr zu als mit Nahrungsergänzung allein. Krafttraining baute mehr Muskelmasse auf als Ausdauertraining. Diesen Vergleich gab es aber nur in zwei kleinen Studien.
Bei der Lebensqualität fand sich kein klarer Unterschied. Ob Training das Leben verlängert, lässt sich nicht sagen, denn nur eine Studie zählte Todesfälle. Die Verlässlichkeit der Hauptbefunde stufen die Autoren als mittel ein. Bei den Vergleichen zwischen Trainingsarten und Kombinationen ist sie gering bis sehr gering. Zu Nebenwirkungen machten 49 Studien keine Angaben.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
