Gebrechliche Senioren: 66 Prozent höheres Sterberisiko
Einstufung Moderat — 4.000 ältere Menschen wurden im Mittel gut 18 Jahre begleitet; als Beobachtungsstudie zeigt sie Zusammenhänge, und die Merkmale wurden nur einmal zu Beginn gemessen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 4.000
- Dauer
- 18,3 Jahre
- Finanzierung
- US National Institutes of Health (NIAMS); Research Grants Council (Hong Kong)…
Gebrechliche ältere Menschen hatten über rund 18 Jahre ein um 66 Prozent höheres Sterberisiko als fitte Gleichaltrige.
Wie alt der Körper wirklich ist, verrät der Geburtstag nur zum Teil. In Hongkong hatten gebrechliche ältere Menschen ein um 66 Prozent höheres Sterberisiko als fitte Gleichaltrige. Schon bei einer Vorstufe der Gebrechlichkeit lag das Risiko um 24 Prozent höher. Auch mit Herz-Kreislauf-Todesfällen hingen die Gebrechlichkeitsmaße zusammen. Mit Krebstod zeigte sich dagegen kein klarer Zusammenhang.
Forschende begleiteten 4.000 Menschen ab 65 Jahren, je zur Hälfte Frauen und Männer, im Mittel gut 18 Jahre lang. In dieser Zeit starben 2.446 von ihnen. Zu Beginn erfassten die Forschenden das biologische Altern auf mehrere Arten. Ein Index zählte gesundheitliche Defizite zusammen, teils ergänzt um vier Blutwerte. Je höher dieser Wert, desto höher war das Sterberisiko. Gemessen wurden auch die Telomere, die Schutzkappen an den Enden der Erbgutstränge. Wer längere Telomere hatte, hatte ein leicht niedrigeres Sterberisiko. Für Herz-Kreislauf-Todesfälle galt das nicht.
Die Merkmale machten Vorhersagen darüber, wer stirbt, etwas genauer. Allerdings wurde alles nur einmal zu Beginn gemessen. Veränderungen im Lauf der Jahre blieben unsichtbar. Alle Teilnehmenden lebten in Hongkong, deshalb ist offen, ob die Ergebnisse auch für Jüngere oder andere Regionen gelten.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
