Benachteiligte Jugend: Höheres Sterberisiko bis zur Lebensmitte
Einstufung Moderat — forschende begleiteten 18.921 Jugendliche in den USA 29 Jahre lang; als Beobachtungsstudie zeigt sie Zusammenhänge, aber nicht, was die Ursache ist.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 18.921
- Dauer
- 29 Jahre
- Finanzierung
- NIH Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human…
Wer als Teenager in einem benachteiligten Viertel oder einer Familie mit niedrigem Status lebte, starb bis zur Lebensmitte häufiger.
Die Verhältnisse, in denen jemand als Teenager lebt, zeigen sich Jahrzehnte später im Sterberisiko. Jugendliche aus Familien mit niedrigerem sozialem und wirtschaftlichem Status starben bis zur Lebensmitte häufiger. Das galt auch für Jugendliche aus Wohnvierteln, in denen sich Benachteiligung ballte.
Grundlage ist eine große Studie aus den USA. Forschende begleiteten 18.921 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren, die 1994 und 1995 erstmals befragt wurden. Die Gruppe bildete die Jugend des ganzen Landes ab. Bis Ende 2023, also 29 Jahre lang, wurde erfasst, wer starb. Dabei zeigte sich ein Unterschied: Ein benachteiligtes Viertel hing stärker mit Todesfällen durch äußere Ursachen wie Unfälle zusammen. Eine niedrige Bildung der Eltern hing eher mit Todesfällen durch Krankheiten zusammen.
Rechneten die Forschenden Familie und Viertel gemeinsam ein, wurden beide Zusammenhänge schwächer. Noch schwächer wurden sie mit Merkmalen der Jugendlichen selbst, vor allem ihren geistigen Fähigkeiten und ihren Bildungserwartungen. Die Studie beobachtet nur. Ob ein anderes Wohnumfeld das Sterberisiko tatsächlich senken würde, lässt sich daraus nicht ablesen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
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