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Journal ArticleGeroScience·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Spät essen, kein Frühstück: Mehr Demenz bei Älteren in Japan

Einstufung Vorläufig — die Auswertung von Kassendaten zu 283.166 Menschen ist groß, beobachtet aber nur und stützt sich auf eigene Angaben zu den Essenszeiten.

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Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
283.166
Dauer
—
Finanzierung
Die Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.
Kernaussage

Ältere Menschen in Japan, die oft kurz vor dem Schlafen aßen oder kein Frühstück hatten, bekamen etwas häufiger eine Demenz.


Wer abends kurz vor dem Schlafengehen isst, erkrankte in einer großen japanischen Studie etwas häufiger an Demenz. Ein spätes Abendessen ging mit einem um 17 Prozent höheren Risiko einher. Wer oft das Frühstück ausließ, hatte ein um 13 Prozent höheres Risiko. Untersucht wurden ältere Menschen, im Schnitt knapp 73 Jahre alt.

Die Forschenden werteten Daten von 283.166 Menschen aus. Bei einem Gesundheitscheck hatten sie angegeben, wie oft sie innerhalb von zwei Stunden vor dem Schlafen zu Abend essen. Außerdem gaben sie an, wie oft sie nicht frühstücken. Als Gewohnheit galt beides ab dreimal pro Woche. Danach zeigten Abrechnungsdaten von Krankenkasse und Pflegeversicherung, wer eine Demenz-Diagnose bekam. Das waren 18.056 Menschen. Alter, Lebensstil und Vorerkrankungen rechneten die Forschenden heraus.

Die Autoren sehen in den Essenszeiten einen möglichen Ansatzpunkt, um Demenz vorzubeugen. Sie betonen aber, dass sich daraus noch keine Ursache ableiten lässt. Ob ein früheres Abendessen das Risiko tatsächlich senkt, hat die Studie nicht geprüft: Die Essgewohnheiten wurden nur erfragt, nicht verändert.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Die Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.