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Journal ArticleNature communications·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Enkel langlebiger Familien starben seltener im ersten Jahr

Einstufung Vorläufig — auswertung dänischer Register mit über 60.000 Kindern und passenden Vergleichsgruppen; Bildung und Rauchen waren nur grob erfasst, Ursachen lassen sich so nicht belegen.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
61.635
Dauer
12 Monate
Finanzierung
US National Institute on Aging (NIH)
Kernaussage

Enkel von Familien mit sehr langlebigen Geschwistern starben im ersten Lebensjahr etwa halb so oft wie vergleichbare Kinder.


In manchen Familien werden auffällig viele Menschen sehr alt. Dänische Daten zeigen nun, dass sich das offenbar schon ganz am Lebensanfang bemerkbar macht. Die Enkel solcher Familien starben im ersten Lebensjahr etwa halb so oft wie vergleichbare Kinder aus der übrigen Bevölkerung.

Ausgewertet wurden Registerdaten von 659 dänischen Familien, in denen mindestens zwei Geschwister 88 Jahre oder älter geworden waren. Verglichen wurden 5.637 Enkel und 14.908 Urenkel mit 41.090 Kindern aus der übrigen Bevölkerung, die nach Geburtsjahr und weiteren Merkmalen zugeordnet waren. Bei den Enkeln waren auch Frühgeburten, ein zu niedriges Geburtsgewicht und Atemprobleme nach der Geburt seltener. Bei den Urenkeln war der Vorsprung schwächer und weniger einheitlich: Beim Sterberisiko im ersten Jahr blieb kein klarer Unterschied. Ob die Mutter oder der Vater aus der langlebigen Familie stammte, machte keinen Unterschied.

Die Eltern beider Generationen hatten häufiger höhere Bildungsabschlüsse, und die Mütter rauchten seltener. Rechnete man das heraus, blieb der Vorteil bestehen. Diese Angaben waren allerdings grob, beim Rauchen etwa nur ja oder nein. Warum der Vorsprung über die Generationen schrumpft, klärt die Auswertung nicht.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Die Autorinnen und Autoren geben an, keine Interessenkonflikte zu haben.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.