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Journal ArticleThe journals of gerontology. Series A, Biological sciences and medical sciences·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer im Alter kaum noch riecht, verliert schneller Kraft

Einstufung Moderat — forschende begleiteten 2.348 ältere Menschen bis zu sieben Jahre; der Geruchssinn wurde aber nur einmal getestet, und eine Beobachtung belegt keine Ursache.

Design
Prospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
2.348
Dauer
7 Jahre
Finanzierung
National Institute on Aging; National Institute of Nursing Research; NIH…
Kernaussage

Ältere Menschen, die kaum noch etwas riechen, verlieren schneller an Griffkraft als jene mit gutem Geruchssinn.


Wer im Alter kaum noch etwas riecht, verliert schneller an Kraft in den Händen. Das zeigte sich bei Frauen wie bei Männern zwischen 71 und 82 Jahren. Bei Männern ließ zudem die Kraft im Oberschenkel schneller nach. Die Forschenden sehen im schwindenden Geruchssinn deshalb einen möglichen frühen Hinweis auf das Altern von Nerven und Muskeln.

Die Daten stammen aus einer großen US-Studie mit 2.348 älteren Menschen aus Pittsburgh und Memphis. Zu Beginn konnten alle ohne Probleme gehen. Sie machten einmal einen kurzen Test, bei dem sie zwölf Gerüche erkennen sollten. Wer höchstens die Hälfte schaffte, galt als nahezu ohne Geruchssinn. Danach maßen die Forschenden über bis zu sieben Jahre mehrmals, wie fest die Teilnehmenden zugreifen konnten.

Pro Jahr geht es um kleine Beträge, die zum üblichen Kraftverlust hinzukommen. Frauen mit gutem Geruchssinn verloren 0,42 Kilogramm Griffkraft im Jahr. Bei Frauen ohne Geruchssinn waren es zusätzlich 0,21 Kilogramm. Wer nur etwas schlechter roch, unterschied sich nicht klar von denen mit gutem Geruchssinn. Ob der fehlende Geruchssinn die Muskeln schwächt, lässt sich daraus nicht ablesen. Getestet wurde nur einmal, und andere Einflüsse lassen sich nicht ganz ausschließen.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Autor sitzt im Redaktionsbeirat der Fachzeitschrift, ein anderer erhielt Forschungsgelder vom NIH und der Michigan State University.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.