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Journal ArticleFrontiers in nutrition·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Vitamin-D-Mangel: Häufiger eine Aussackung der Bauchschlagader

Einstufung Vorläufig — ausgewertete Krankenakten von 932.664 Erwachsenen über bis zu zehn Jahre; Vitamin D wurde nur einmal gemessen, andere Einflüsse lassen sich nicht ausschließen.

Design
Retrospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
932.664
Dauer
10 Jahre
Finanzierung
—
Kernaussage

Menschen ab 50 mit Vitamin-D-Mangel bekamen etwas häufiger eine Aussackung der Bauchschlagader als Menschen mit normalem Spiegel.


Menschen ab 50 mit wenig Vitamin D im Blut bekamen in den folgenden Jahren häufiger eine Aussackung der Bauchschlagader. Gemeint ist eine Ausbuchtung der großen Hauptschlagader im Bauch, die reißen kann. Das Risiko lag um 40 Prozent höher als bei Menschen mit normalen Werten. In absoluten Zahlen bleibt der Unterschied klein: Betroffen waren 0,66 gegenüber 0,45 Prozent.

Forschende werteten dafür Krankenakten aus einem weltweiten Netzwerk aus. Sie verglichen 466.332 Menschen mit Vitamin-D-Mangel mit ebenso vielen ähnlichen Menschen mit normalem Spiegel. Als Mangel galt ein Wert unter 20 Nanogramm pro Milliliter, als normal ab 30. Beobachtet wurde bis zu zehn Jahre. Menschen mit Mangel starben in dieser Zeit auch häufiger, ihr Sterberisiko war um 48 Prozent höher. Für einen Riss der Aussackung fand sich ein rund dreimal so hohes Risiko. Dieser Wert beruht aber auf wenigen Fällen und ist sehr unsicher.

Ob der Mangel die Ader selbst schwächt, zeigt die Studie nicht. Der Vitamin-D-Spiegel wurde nur einmal gemessen. Die Diagnosen stammen aus Akten, ohne Prüfung durch Bildgebung. Auch Sonnenlicht, Ernährung oder Gebrechlichkeit könnten eine Rolle spielen.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.